Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Museumsgründung und Museumsaufbau
С.А.ТолстаяNach dem Ableben von Leo Tolstoi wurde seine Frau Sophia die Herrin über Jasnaja Poljana – bis zu ihrem Tod 1919. Im Jahr 1911 wandte sie sich zwei Mal an den damaligen (den letzten) russischen Zaren Nikolaus II. mit dem Gesuch, Jasnaja Poljana in den Staatsschutz zu nehmen, aber dies wurde abgelehnt. Die Schriftstellerwitwe bezog eine Rente, von der auch das Landgut finanziert wurde. Sophia Tolstoi kämpfte mühselig um den Erhalt von Jasnaja Polajana, sei es Tolstois Arbeits- und Schlafzimmer, die sie als Erstes konserviert hatte, oder die gesamte Ausstattung. Sie beschriftete Tolstois Gebrauchsgegenstände und Fotoaufnahmen mit zahlreichen Begleitnotizen und fasste den Bestand der privaten Tolstoi-Bibliothek zusammen. Sie brachte alle im Haus erhaltenen Briefe in ein System und unterstützte die Forscher, die sich die Lebensbeschreibung ihres Mannes vornahmen. Die Tolstoi-Kinder wirkten am Gutsleben auch mit: Der älteste Tolstoi-Sohn Sergej schrieb den ersten Reiseführer (1914); und Tolstois jüngste Tochter Alexandra spielte eine herausragende Rolle in Jasnaja Poljana.

Jasnaja Poljana hatte Glück bei Schicksalswenden. Es blieb unversehrt im Bürgerkrieg, als alle Landgüter in Russland in Brand gesteckt wurden. Es ist auch den Tolstoi-Bauern zu verdanken, weil sie Jasnaja Poljana vor den Plünderungen in Schutz genommen haben.

Am 27. Mai 1919 händigte der sowjetische Kultusminister Alexandra Tolstoi, der jüngsten Tochter von Leo Tolstoi, einen Schutzbrief für Jasnaja Poljana aus. Dieser bestätigte, dass das Landgut und die im Tolstoi-Haus befindlichen Gegenstände „einen ausschließlichen kulturellen und historischen Wert haben, Nationalerbe sind und in Staatsschutz genommen werden". Bereits 1921, dank den mühseligen Anstrengungen von Alexandra Tolstoi, war das Tolstoi-Landgut nationalisiert und zum Museum erklärt.
Am 10. Juni 1921 erschien die Verordnung der Zentralen Exekutivkommission Russlands über den neuen Status von Jasnaja Poljana. Ein Kustode musste in Jasnaja Poljana eine Bildungsstätte mit einer Bibliothek, einer Schule und einem Volksvorlesungs-, Theater-, Ausstellungs- und Exkursionsbetrieb aufbauen. Zur „Kustos-Kommissarin" wurde Alexandra Tolstoi ernannt. Bereits im Jahr 1921 hatte das Museum 3147 Besucher.

Bereits 1925 - zum 100. Geburtstag von Leo Tolstoi - fand im Kuzminski-Nebengebäude die erste Ausstellung „Tolstoi in Jasnaja Poljana" statt. Gedruckt wurden die ersten Bände von 90 seiner gesammelten Werke. Die große Tolstoi-Schule zu Jasnaja Poljana wurde gegründet. In den 1920er Jahren leistete Alexandra L. Tolstoi einen immensen Beitrag zum Museumsaufbau. Umso tragischer war 1929 ihre ungewollte Emigration aus der Sowjetunion.
Первая экскурсия
In den 1930er Jahren nahmen die Restaurierung und der Erhalt von Jasnaja Poljana an Bedeutung zu. Auf der Grundlage der schriftlichen Zeugnisse und der mündlichen Überlieferungen der Tolstoi-Zeitgenossen wurde das historische Antlitz von Jasnaja Poljana wiederhergestellt. Die Imkerei wurde Instand gesetzt, die Gärten in Ordnung gebracht, neue Bäume nachgepflanzt. Die Aktivitäten wurden vom Botanischen Garten des sowjetischen Wissenschaftsministeriums geleitet.

Am 27. August 1939 wurde die Museumsverwaltung von Jasnaja Poljana komplett vom sowjetischen Wissenschaftsministerium übernommen. Das konservierte Landgut wurde zur Filiale des Leo Tolstoi-Staatsmuseums, zu dem bereits zwei Tolstoi-Museen in Moskau und das Bahnstationsmuseum am Tolstoi-Sterbeort Astapovo (Gebiet Lipezk) zählten. 1940 wurden die Gemälde von Repin, Gay und, Kramskoi im Tolstoi-Haus von Spezialisten der Tretjakow-Galerie restauriert.

1941 stand Jasnaja Poljana kurz vor Besetzung. Deswegen wurde die Evakuierung der wichtigsten Gegenstände Tolstois beschlossen. Die Evakuierung wurde von der Tolstoi-Enkelin, Frau Sophia A. Tolstoi-Essenin geleitet, die 1941 Direktorin über alle vereinigten Tolstoi-Museen war. Fertig für die Evakuierung hat die Gegenstände der Kustode Sergej I. Schegolev verpackt. 

Am 13. Oktober 1941 wurden 110 Kästen mit Wertgegenständen nach Moskau und dann nach Tomsk befördert. Jasnaja Poljana war 47 Tage lang durch deutsche Truppen besetzt. Beim Rückzug haben die Nationalsozialisten das Tolstoi-Haus in Brand gesetzt. Glücklicherweise gelang es den Museumsmitarbeitern, den Brand zu löschen, und das Landgut wurde gerettet. Die ersten Restaurierungen wurden zum Mai 1942 abgeschlossen. Im Mai 1945 kamen alle Ausstellungsgegenstände des Tolstoi-Hauses an ihre Plätze zurück. Kurz davor war Nikolai P. Pusin
РеставрацияNach dem Kriegsende setzte die Abspaltung des Museums zu Jasnaja Poljana von den weiteren Tolstoi-Museen und seiner Moskauer Zentrale ein. 1953 wurde das Landgut völlig selbstständig. In den frühen 1950er Jahren wurde das Tolstoi-Haus sorgfältig restauriert und ein Obstgarten wieder angepflanzt, dessen Pflanzen und Bäume 1939 – 1940 erfroren waren. Nach den Überlieferungen der Dorfeinwohner und den alten Fotoaufnahmen wurden die Wirtschaftsgebäude (Kutscherhütte und Kornkammer) wiederhergestellt. Im Jahr 1953 wurde für die Restaurierungen in Jasnaja Poljana 60 Mio. Rubel investiert.
Inzwischen ist auch die Forschung der häuslichen Museumsbestände wichtig geworden. Für jeden konservierten Ausstellungsgegenstand wird ein Datenblatt erstellt - mit einer genauen Beschreibung, Maßen, Lage, Nutzung und Bildern. Seit den 1950er Jahren werden permanent die Forschungssammelberichte und die aktuellen Reiseführer für das Tolstoi-Haus und das Naturschutzgebiet veröffentlicht. Zum 125. Tolstoi-Jahrestag, 1953, wurde die erste wissenschaftliche Bestandsaufnahme der privaten Tolstoi-Bibliothek zu Jasnaja Poljana veröffentlicht. Dieses Werk leitete der Kustode Valentin F. Bulgakov
Seit den 1950er Jahren nimmt auch die Ausstellungsaktivität zu. Die Ausstellungen finden im Kuzminski-Nebengebäude und dem Volkonski-Haus statt; Wanderausstellungen werden veranstaltet, die Museumsbestände erweitert, die Besucherzahlen steigen. Im Jahr 1971, zum 50. Museumsjahrestag, wurde in Jasnaja Poljana der 3-millionste Besucher gemeldet. Zum 150. Tolstoi-Jahrestag 1978 wurde das Museum mit einem Lenin-Orden ausgezeichnet. Zugleich wurde der russischsprachige Katalog der Tolstoi-Bibliothek zusammengestellt und in zwei Bänden verlegt.
 
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