Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Entstehungsgeschichte von Jasnaja Poljana

Mitten in Zentralrussland, gekennzeichnet durch seine schlichte und anrührende  Natur, befindet sich das Landgut Jasnaja Poljana, . Hier wurde Leo N. Tolstoi geboren und verbrachte den Großteil seines Lebens. In dieser Gegend erfand er  seine eigene Welt  und eben da entstanden seine Erzählungen und Romanfiguren. Jasnaja Poljana war sein Heim und seine Heimat.

Vor langer Zeit war die Gegend um Jasnaja Poljana ein Grenzgebiet, das die Südgrenze des Alten Russlands markierte. Der Nordwald ging hier in die Waldsteppe über, die im Volksmund „Wildes Feld" hieß und von der die Nomadenhorden ins russische Land einfielen. Zum Schutz der Moskauer Fürsten wurden im XVI. Jahrhundert in den hiesigen Wäldern die sogenannten Baumsperren errichtet. Das waren Schutzvorrichtungen, bei denen die großen Bäume in 2 – 3 Meter Höhe von unten so abgehauen wurde, dass das Dickicht den Angreifern völlig unpassierbar vorkam. Um die Baumsperrenlinien entstanden Schutzsiedlungen, und Jasnaja Poljana war eine davon, die zum ersten Mal 1652 in den alten Chroniken auftaucht.

Ihr erster Besitzer war der Baumsperren-Statthalter Grigori Ivanovitsch Karzov, der 1628 im Adelsbuch erwähnt wird. Die ganze Zeit später hatten seine zahlreichen Nachkommen die Teile des damaligen Jasnaja Poljana verkauft und verpfändet, bis es 1763 der Urgroßvater des Schriftstellers mütterlicherseits, Fürst Sergej Fedorovitsch Volkonski (1715 – 1784), kaufte.

Sein Sohn, Nikolai S. Volkonski, erbte das Landgut und wurde sein großer Baumeister. Ihm war es gelungen, die Gutsteile bei früheren Besitzern aufzukaufen und das Landgut so zu vergrößern, dass es nun zu unserem berühmten weitläufigen Jasnaja Pojana wurde.

Durch seine Arbeit entstanden auf dem Landgut die berühmten Parks und Gärten, ausdrucksvolle Alleen und Teiche, sowie eine üppige Orangerie und ein erhabenes Bauensemble, zu dem ein großes Herrenhaus und zwei Nebengebäude gehörten. Eine der beliebten Fürstenpromenaden, geplant als Orangerieerweiterung, war der Lindenpark „Dreiecke", dessen Entstehung noch auf das frühe XVIII. Jahrhundert zurückführt, d.h. noch dem Volkonski-Zeitalter vorausgeht. Zu Lebzeiten Tolstois Großvaters erklang in den „Dreiecken", unter den Linden, die Musik, die für den Fürsten seine Leibeigenen machten.

Es besteht die Mutmaßung, dass die heutigen „Dreiecke" nur ein Teil eines weitläufigeren alten Parks sind, der einst die gesamte Hügelkuppe bedeckt hatte, bevor sich Fürst Volkonski seinen großen Bau vornahm. Während sein großes Herrenhaus und zwei Nebengebäude gebaut wurden, kam der Fürst mit seiner Tochter in dem Gebäude unter, das man später Volkonski-Haus nannte. Leider liegen uns keine genauen Zeitangaben über seinen Bau vor. Wie dem auch sei, ist nun das Volkonski-Haus das älteste Gebäude auf dem Gelände.

In diesem fein gestalteten weißen Gebäude mit Zwischengeschoss wurden die Teppichwerkstatt, die Weberei und Klöpperei untergebracht. Seitdem steht der Pferdestall dem Haus gegenüber. Das Volkonski-Haus wurde von Nikolai Volkonski als Haus für die Bediensteten gebaut. Wie er meinte, sollten die Herrschaften von der Dienerschaft getrennt werden.

Aber der Fürst hat den großen Bau, sein Lebenswerk, nicht abgeschlossen. Fertig wurden nur zwei Nebengebäude und das Erdgeschoss des Herrenhauses, eine Villa im Empirestil. Als er im Jahr 1821 starb und seine Tochter Maria Volkonski die alleinige Besitzerin eines Riesenlandgutes wurde, hat sie ein Jahr später den Grafen Nikolai I. Tolstoi geheiratet.

 
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