Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Volkonski-Haus
volkonskyDas Volkonski-Haus ist das älteste Gebäude auf dem Tolstoi-Gut. Leider liegen uns keine genauen Zeitangaben über seinen Bau vor. Er darf aber unbedenklich auf das frühe 19. Jahrhundert datiert werden. Bemerkenswert ist aber, dass das Volkonski-Haus den berühmten Volkonski-Baustil so vollkommen zum Ausdruck bringt, dass das nun als einziges Relikt des verlorengegangenen großen Gutsensembles gilt.

Der Name des Baumeisters von Jasnaja Poljana ist uns leider nicht geläufig. Es könnte durchaus Ivan E. Starov gewesen sein, der im frühen 19. Jahrhundert einen unschätzbaren Beitrag zu einer, im Weiteren konventionell gewordenen, dreiteiligen russischen Gutsanordnung geleistet hat.

Mutmaßlich sollte hier eine Zeitlang Tolstois Großvater, der Fürst Volkonski gewohnt haben, während seine große Villa im Empirestil, samt Nebengebäuden, gebaut wurde. Schätzungsweise wurde das Haus noch früher errichtet. Zum Volkonski-Zeitalter wurden in dessen mittlerem Teil eine Weberei, eine Teppichwerkstatt und eine Lederfabrik untergebracht. Zur Leo Tolstois Zeit wohnte hier seine Dienerschaft. Im Weiteren bestanden hier eine Wäscherei und eine „schwarze Küche", wo für die Bediensteten gekocht wurde. Im Nordflügel des Volkosnki-Hauses verfügte Tolstois älteste Tochter Tatiana über ihr Künstleratelier. Gegenwärtig sind im Gebäude die Gutsverwaltung und –bibliothek untergebracht.

Die nachfolgende zeitgenössische Beschreibung des Volkonski-Hauses taucht in der Tolstoi-Erzählung „Polikuschka" auf: „Der Polikei, der völlig unbedeutend und zudem noch als Schmutzfink im Dorf verhasst war, hatte keinen Einfluss auf die Dienerschaft, seien es Hauswirtschafterin, Kellner, Gutsverwalter und Zimmermädchen. Seine Kammer war miserabel, ungeachtet dessen, dass er dort samt seiner Frau und Kindern lebte. Seine Wohngelassen standen ganz schäbig so, wie sie von ihrem vorangehenden Gutsherrn genutzt worden waren: mit einem sich in der Mitte eines etwa zehn Ellen winzigen Raums befindenden und von einer Galerie umgebenen Ofen, wobei überall die Wohnecken hervorschauten, die mit Holzbrettern als Kammern zugedeckt waren."
 
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