Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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„Zeitgenössische Tolstois Fotoaufnahmen von Carl Oswald Bulla“

afishaVom 24. Juni bis zum 23. Juli 2017
In der hauseigenen Galerie „Jasnaja Poljana" zu Tula

Die Fotoausstellungseröffnung findet am Freitag, 23. Juni 2017, um 17.00 Uhr, in der hauseigenen Galerie „Jasnaja Poljana" aus der Oktoberstraße 12 zu Tula statt und wird durch einen durch die St.-Petersburger Kulturstätte von Elena Obraszova angeregten Gesangsauftritt von Veronika Tkatscheva (Sopran) untermalt. Zu besichtigen sind authentische Tolstois Gegenstände aus seinem konservierten Dichterhaus zu Jasnaja Poljana, sowie seine 45 Fotoaufnahmen, die uns von der Carl-Bulla-Stiftung für historische Fotografie aus St.-Petersburg zur Verfügung gestellt wurden. Dazu kommen noch die nicht weniger sehenswerten, bzw. sich an die o.a. Carl Oswalds Tolstois Fotos anknüpfenden, Ansichtskarten aus der US-amerikanischen Privatsammlung von Paul Rodzianko hinzu.

Unsere Ausstellung entstand anlässlich des 110. Jahrestags des Künstleraufenthaltes in der Tolstoi-Heimat zu Jasnaja Poljana, durch den die ohnedies bemerkenswerte Tolstoische Bildergalerie durch Carl Bullas aussagekräftige Fotoreportagen zum Leben und Werk des Dichters, seiner Familienangehörigen, Gutsbesucher und hiesiger Dorfbauern, sowie durch Darstellungen der Tolstoischen Hauseinrichtung und Ansichten von Jasnaja Poljana und seiner Umgebung erweitert wurde.

lntAm 07. Juli 1908 laut einer früh im Vorfeld getroffenen Vereinbarung traf also Carl Bulla in Begleitung seines Sohnes Viktor in Jasnaja Poljana ein, um im Auftrag der hauptstädtischen St.-Petersburger Verlage eine fotografische Bilderreihe aus dem Dichteralltag zu erstellen. Eine diesbezügliche Geschäftsvereinbarung wurde ja noch 1903 durch den Dichterfreund und bedeutenden russischen Literaturkritiker und Kunsthistoriker Vladimir Stassov getroffen. Dazu trug noch eine nicht weniger bedeutsame Tatsache bei, dass sich Leo Tolstoi auch persönlich für Carl Bullas Meisterwerk begeisterte, das er in Anlehnung an seine in der Illustrierten „Funken" veröffentlichten Fotoreportagen zu Elias Repins Heimatort „Penaten" kennengelernt haben sollte.

Die beiden o.a. Fotografer Carl Oswald und Viktor Bulla brachten nach Jasnaja Poljana ihre eigenen zwei mit Foto- und Beleuchtungszubehör beladenen Fuhrwerke mit, um im Laufe von nur zwei kurzen Tagen mehr als 100 Fotos zu erstellen. Tolstois Leibarzt Duschan Makovizki verzeichnete in seinen berühmten auf den 02. September 1908 datierten Notizen, dass ihm Sophia Tolstoi auf den Tag „phantastische Fotos von Carl Oswald Bulla" vorgeführt haben sollte. Nachfolgend fanden die o.a. ausdrucksvollen Dichterfotos durch zahlreiche heimische und auswärtige Illustrierten, bzw. als Ansichtskarten, weltweite Verbreitung. Als künstlerisches Nachwort hebt sich dabei auch ein supplementäres Foto von 1910 heraus, auf dem der Maler Elias Repin und Schriftsteller Kornei Tschukovski durch einen Zeitungsartikel die traurige Nachricht vom Tolstois Tod zur Kenntnis nehmen. Und als eigenständiger Kameramann nahm sein Sohn Viktor auch eine weitere dazugehörige auf den 09. November 1910 datierte, bzw. eine 140 Meter lange, Wochenschau, anlässlich der Tolstois Beerdigung in Jasnaja Poljana auf.

Zum Künstlerprofil:

delirCarl Oswald Bulla (1855–1929) ist ein renommierter Fotokünstler, bewährter Meister der fotografischen Geschichtsschreibung, der sich in Russland auch einen Namen als Urheber der heimischen Fotoreportage machte. Als geborener Preuße siedelte er sich im Alter von 11 Jahren ganz allein nach St.-Petersburg um, um danach auch die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen.1874 schlug er seine hauptberufliche Fotograferkarriere ein, erwarb noch 10 Jahre später sein eigenes Patent für „ausgewiesene Fotoaufnahmen der Ansichten der russischen Hauptstadt und ihres Umlandes" und genoß seitdem ein Renommee des „amtlich anerkannten Fotografen von St.-Petersburg". Von ihm wurden die Aufnahmen aus den Staatsfestlichkeiten anlässlich des 200. Bestehensjahrs von St.-Petersburg und die des 300. Jahrestags der Romanow-Zarendynastie gemacht. 1907–1908 erwarb er fortgeschrittenste Ausrüstung zur Ausstattung seines eigenen Fotoateliers im Newski-Prospekt 54 zu St.-Petersburg, das seitdem als bestes hauptstädtisches Fotohaus galt. Im angehenden XX. Jh. erhielt Carl Bulla ein Buchgestaltungsrecht für die beliebtesten hauptstädtischen Illustrierten wie „Acker" (rus. „Niva"), „Funke" (rus. „Ogoniok"), „Petersburger Alltag", „Hauptstädtische Adelsgüter" und selbst für einige auswärtige Periodika und schrieb sich mehr als 30 Staatsorden, Medaillen und Ehrenzeichen des russischen Kaiserreiches und weiterer Staaten aufs Konto.

Wir haben dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr für Sie geöffnet. Eine führungsfreie Besichtigung kostet nur 30 Rubel

 
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