Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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„Unbekannter Boris Kustodiev“
kustodiev2Vom 11. November bis zum 18. Dezember 2016
In der hauseigenen Galerie „Jasnaja Poljana" zu Tula

Die Kunstausstellung wird am 10. November 2016 um 17.00 Uhr eröffnet.
Durch unser neuestes Ausstellungsvorhaben werden die vergessenen Schaffensaspekte des Kunstmalers Boris Kustodiev (1878 – 1927) aufgegriffen. Durch die von Astrakhaner P. Dogadins Gemäldergalerie und Kustodievs Gedenkstätte als dazugehöriger Museumsfiliale zur Verfügung gestellten Kunstwerke gewinnen unsere Besucher einen spannenden Einblick in den künstlerischen Schmelztiegel des Meisters und dessen familiären Alltag.

Über seine Genrebilder und ausdrucksvolle psychologisch geprägte Porträts, sowie Bücherabbildungen und Bühnenbilder hinaus, machte sich Boris Kustodiev einen Namen durch seine meisterhaften Darstellungen des volkstümlichen Alltags und sagenumwobenen russischen Nationalcharakters, die durch berühmte Bildnisse seiner zeitgenössischen Berufskollegen wie Svjatoslav Röhrich, Maximilian Voloschin, Fedor Schliapin, sowie zahlreiche Alltagsmotive, wie „Kaufmannsfrau beim Teetrinken", und epische Darstellung von „Bolschewist" zum Ausdruck kommen. Jedoch wird in unserer Ausstellung bisher unbekannte Facetten seines Künstlerwerkes wie Kunstfotografie aufgegriffen.

kustodiev3So sind in unserem ersten Ausstellungsabschnitt seine zahlreichen Familienfotos zu besichtigen, die zu größeren Sequenzen, wie „Familie" und „Kunstmalerei", „Meine Reisewelt" und „Zarenresidenz zu Pavlovskoje", „Terem-Schloss" und „Heimatstadt Astrakhan" zusammengeführt und 2009 durch die Malerenkelin und Kunsthistorikerin Tatiana Kostodiev an die Astrakhaner Gemäldegalerie überreicht wurden.

Insgesamt sind das 45 Fotoaufnahmen, von den die meisten vom Maler selbst, bzw. von seiner Frau Julia Proschinska und seinem Bruder Michael Kustodiev gemacht wurden, seien es überlieferte Stadtbilder der altertümlichen Wolgastadt Astrakhan aus den Jahrgängen 1903 und 1912; zahlreiche Reiseaufnahmen aus Kostroma, wo sich sein als „Terem-Schloss" benanntes Künstleratelier befand. Dazu kommen noch rare, bzw. noch nie veröffentlichte, Aufnahmen aus dem Zeitraum 1903 – 1905 hinzu.

Die vorgeführten Fotoaufnahmen ermöglichen uns einen sachkundigen Einblick in den künstlerischen Schmelztiegel von Boris Kustodiev. Auf eine ausdrucksvolle Weise heben sich einige der Fotoaufnahmen als absichtlich gestellte Kompositionen heraus, die im Nachhinein in den grafischen Skizzen und Ölgemälden des Malers zum Ausdruck kamen. Sprich wurden viele seiner berühmten Motive erst durch ein Kameraobjektiv ermittelt. So kann zum Beispiel ein Foto betrachtet werden, auf dem die Lastträger die Wassermelonen am Astrakhaner Hafen umladen und welches dann als Vorlage zum gleichnamigen Gemälde namens „Astrakhan" stand. Das Gemälde war im Laufe der Zeit verloren gegangen, indem ein dazugehörige Foto zum Glück erhalten blieb.

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Unsere zweite Ausstellungssequenz ist Kostodievs Grafiken geweiht, seien es frühere berühmte Genrebilder, die er zu seinem Lebensabend auch in Schwarzweiß erscheinen ließ. Jedoch sind es keine konventionellen Grafikstücke, sondern eher auf altertümliche Weise ausgeführte Autolithografien. Kein Wunder, denn in den Strapazen des russischen Bürgerkriegs der 1920er Jahre wurde das traditionelle polygrafische Bearbeitungsverfahren weitgehend vernachlässigt, wodurch auch ein konventioneller Grafikdruck zu kurz kam und nur durch eine verwickelte manuelle Handhabung ermöglicht wurde. Sprich durften seine Zeichnungen mit Hilfe eines „Lithografiestiftes" auf dem sog. Kornpapier ausgeführt werden, um danach erst auf einen Lithografiestein übertragen zu werden.

So entstanden im o.a. altertümlichen Autolithografieverfahren im Sommer und Herbst 1921 in der Stadt Altrussa sechzehn Meisterwerke, die dann auch zum gleichnamigen Kunstalbum zusammengeführt wurden.

Die Ausstellung gilt als Beitrag zum annuellen Vorhaben „Bahnbrechende Konvention" von Jasnaja Poljana. Wir haben dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr für Sie geöffnet. Eine führungsfreie Besichtigung kostet nur 30 Rubel

 

 
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