Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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„Leo Tolstoi und Filmkunst“

___Vom 21. September bis zum 30. Oktober 2016
In der hauseigenen Museumsgalerie „Jasnaja Poljana" zu Tula

Besuchen Sie die Expositionseröffnung unseres neuesten, den Schnittstellen zwischen dem Tolstoischen Dichterwerk und der Filmkunst geweihten, Museumsvorhabens, das am 21. September 2016, um 16.00 in der hauseigenen Museumsgalerie „Jasnaja Poljana" aus der Gebietshauptstadt Tula in die Wege geleitet wird. Die Ausstellung entstand unter Mitwirkung des Staatlichen Tolstois Gutes zu Jasnaja Poljana, des Moskauer musealen Tolstoi-Hauses und der führenden musealen Filmkunststätte aus Moskau als Beitrag zum bundesrussischen Filmkunstjahr 2016.

Dabei wird die Verknüpfung des Tolstoischen Schaffens und der Filmkunst als zwei Leitbilder, bzw. deren Anziehung, Abstoßung und Sinnessuche, thematisiert. Wir gehen auf die filmkünstlerischen Inszenierungen der berühmten Dichterwerke ein, die, wie es durch die heutigen Künstleraussagen bekräftigt wird, eine erstaunliche zeitliche und räumliche Ausgewogenheit an den Tag legen. Auf diesem Wege möchten wir als Ausstellungsmacher deren typische Eigenschaften und Einsichten bei der Vermittlung der wichtigsten Romancharaktere und des eigentlichen Tolstoischen Dichterwesens pointieren.

Zu besichtigen sind spannende Nachweise zum Werdegang der heimischen Filmkunst, seien es die ersten Versuche, den „echten" Tolstoi wahrheitsgetreu festzuhalten, bis hin zu den Verfilmungen seiner Werke und künstlerischer Erfassung seines Lebensdramas.

Im Expositionsmittelpunkt stehen authentische Gebrauchsgegenstände aus dem konservierten Dichterhaus zu Jasnaja Poljana, seien es Mimeograph von Thomas Edisson, Stereoskop und Stereoaufnahmen der Tolstois Familienangehörigen, sowie Fotokamera und Fotoausstattung von Sophia Tolstoi. Mag das o.a. Zubehör aus der Wende vom XIX. zum XX. Jh. ein offensichtliches Dichterinteresse am technischen Fortschritt bekunden, werden dabei die wichtigsten Trends bei der Entwicklung dieser neumodischen Erfindung auf dem Weg zur wahren Kunst erfasst. Zu besichtigen sind authentische Nachweise, die ein unverkennbares Interesse der ersten Filmemacher an Tolstoischer Persönlichkeit bekräftigen. Allerdings stellt sich das eigene Klassikerurteil im Hinblick auf die aufkeimende Filmkunstgattung als ambivalent heraus. In einem seiner Aufsätze betont er deren allgemeine schädliche Auswirkung, tut aber gern, in seinem eigenen Wohnhaus zu Jasnaja Poljana zahlreiche Visitenkarten des Kameramannes des Unternehmens der Gebrüder Pathe George Mayer, sowie die von Carl Oswald Bulla bewahren, dessen ausdrucksvollen Photos von allen Dichterangehörigen bewundert wurden und welcher zu Ehren kam, den Trauerzug des Klassikers im November 1910 aufnehmen zu dürfen.

Ein deutliches Gefühl für eine schwungvolle Filmkunstentwicklung entsteht durch die von uns zusammengeführte Aufeinanderfolge von einzelnen Aufnahmen aus den allerersten Verfilmungen der Klassikerwerke als Stummbeiträge der Stars wie Vera Kholodnaja, Iwan Moskwin und Iwan Mozzhukhin, denen die nun zu Filmklassikern gewordenen Inszenierungen von „Krieg und Frieden" von Sergej Bondartschuk, „Anna Karenina" von Alexander Srkhi und „Auferstehung" von Michael Schweizer, bzw. beliebte Fernsehreihen aus dem angehenden XXI. Jahrhundert, Folge leisten. Durch die unüberschätzbare Mitwirkung des Filmregisseurs Sergej Soloviev und die unserer Berufskollegen aus dem bundesrussischen Filmkunstmuseum sind die Hauptdarstellerkostüme von Tatiana Drubitsch, Oleg Jankovski und Jaroslaw Boiko aus der neuesten heimischen „Anna Karenina" – Verfilmung von 2009 zu bewundern.

Dazu kommen noch die eigentlichen Darstellungen der widersprüchlichen Tolstois Persönlichkeit durch die Stummfilmausschnitte als „Flucht des alten Weisen", bzw. durch Sergius Gerassimovs Tonfilm „Leo Tolstoi", sowie aus der auswärtigen Interpretation von Michael Hoffmann als „Ein russischer Sommer" hinzu.

Ebenfalls sind die Bühnenkostüme des Dichters und seiner Frau Sophia in Darstellung der sagenumwobenen Interpreten Sergej Gerassimov und Tamara Makarova aus der o.a. Tolstoischen Filmbiographie des Ersteren zu sehen.

Vorgeführt sind zahlreiche Kostüm- und Bühnenbilderskizzen, Filmskripte und die beim Drehverfahren eingesetzten Storytafeln.
Im Mittelpunkt unserer Ausstellung stehen authentische Tolstois Personenaufnahmen aus den altertümlichen zeitgenössischen Wochenschauen.

Nach wie vor werden die Filmemacher vom Tolstois Werk inspiriert, und jede angehende Zuschauergeneration liefert ihre Anregungen zu immer weiteren spannenden Verfilmungen.

Wir haben dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr für Sie geöffnet. Eine führungsfreie Besichtigung kostet nur 30 Rubel
 
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