Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Dokumentarausstellung. Fortsetzung
Dokumentarausstellung
zum 95-jährigen Bestehen
des Staatlichen Tolstois Gutes
zu Jasnaja Poljana
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Auszug aus dem Gästebuch des Jasnaja Pojanaer Museums auf das Jahr 1939

Auszug aus der Inventarliste mit Verzeichnis der nachfolgenden, bzw. im Jahr 1906 von Sophia Tolstoi nach Moskau übergebenen, Tolstoischen Gebrauchsgegenstände:

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(а) Eine zuerst in Besitz von Pelagia Juschkov und später in dem von Leo Tolstoi befindliche Tintendose mit Malachitbrett b) Drei Federhalter von Leo Tolstoi

Verschnürtes Inventarbuch einer ans Moskauer Historische Museum übergebenen Tolstoischen Sammlung, eigenhändig signiert von Sophia Tolstoi

Pelagia Juschkov war Tante und Vormünderin der früh verwaisten Tolstois Geschwister.

Eine Inventarnotiz auf das Jahr 1923:

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„Die im Karton Nr. 2 befindlichen Schreibfedern und Taschenmesser, sowie ein Tintenbesteck von Leo Tolstoi"

Zahlreiche, bzw. noch zu den Dichterlebzeiten entstandene, Inventarbuchnotizen von Sophia Tolstoi vermitteln eine eindeutige Begeisterung ihres Mannes für Stahlfedern.

Trotzdem ergibt sich aus der o.a. Inventarnotiz eine Mutmaßung, dass sich der Dichter von beiden den Stahlfedern wie Taschenmessern Gebrauch zu machen pflegte, wobei von den Letzteren ein Exempel in einer Tolstoischen Schreibtischschublade heute noch bewahrt wird.

Heißt das etwa, dass sich Leo Tolstoi dessen gerne bediente, um die Gänsefedern zu spitzten, die ihm als beliebtes Schreibzeug zur Verfügung standen ?

„Als Prinz Andree das Büro seines Vaters betrat, wollte der alte Fürst sein Schreiben nicht unterbrechen, wobei ihm die Tintenspritzen aus knirschender Feder in alle Richtungen flogen..."

Das o.a. Zitat aus „Krieg und Frieden" liefert uns einen noch weiteren Beweis, dass sich der Dichter aus Jasnaja Poljana ganz gut in Gänsefederschreiben bewandert war.

In ihrer weiteren, bzw. spätestens auf das Jahr 1918 datierten und auf die im Tolstois Haus und Büro befindlichen Gebrauchsgegenstände bezogenen, Inventarliste verzeichnet Sophia Tolstoi wie folgt:
„Auf dem gelbfarbenen Quadrattisch liegen drei Verpackungsschachteln für gestreckte Goldfedern."

Auf altertümlichen Fotos kommt Tolstois Schreibzeug durch zahlreiche nachstehend aufgeführte materielle Objekte zum Ausdruck:

а) Federhalter:

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Leo Tolstoi im Moskauer Dichterbüro aus seinem Wohnhaus zu Khamovniki
Eine Fotoaufnahme. Frühestens auf 1884 datiert

b) Etwas später bedient sich Tolstoi der etwas griffigeren Füllfederhalter

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Leo Tolstoi in seinem Dichterbüro zu Jasnaja Poljana
Eine Fotoaufnahme vom 20. März jul., bzw. vom 02. April greg. 1910

с) Im Weiteren wurde von seinen angestellten Schriftführern eine Schreibmaschine als fortgeschrittenere fachtechnische Vorrichtung in Gebrauch genommen. Ob sich Leo Tolstoi deren zu bedienen verstand, ist jedoch unklar

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Leo Tolstoi, Alexandra Tolstoi und Barbara Theokritova (an der Schreibmaschine sitzend) in der Oberen Bibliothek zu Jasnaja Polajana
Eine Fotoaufnahme aus den 1900er Jahren

Auf eine witzige Weise thematisiert der nachstehende Zeitungsbericht nicht nur die sagenumwobenen bäuerlichen Tolstoische Konfektionsvorlieben, sondern er hebt auch die gebrauchstechnische Dichterbegeisterung im Hinblick auf Zubehör und Markenartikel heraus. Diese werden leider nur sehr selten von den renommierten Forschern in Betracht gezogen und kommen nur durch aussagekräftige Malerei von Elias Repin zum Ausdruck.

panorama

Offensichtlich wäre das o.a. Tolstoische Erscheinungsbild über alle vier Jahreszeiten hinweg, insbesondere bei Winterkälte auf dem ländlichen Dichtergut von Jasnaja Poljana unwahrscheinlich zum Tragen gekommen. Eine plausiblere Aussage zur Tolstoischen Kleiderordnung, Schreibpapierqualität und beliebten Gebrauchsgegenständen liefern uns die wissenschaftlichen Kommentare zu den im Dichterhaus zusammengeführten Sammlungen, von denen die Allerersten noch von Sophia Tolstoi erstellt sind.

Durch die in den 1920er bis 1930er Jahren entstandenen musealen Erfassungsbelege gewinnen die sagenumwobenen Tolstoischen Neigungen fürs Markenzubehör noch mehr an Bedeutung. Was die Verbraucherpräferenzen betrifft, so galt selbst der spätzeitliche Dichtergeschmack als tadellos und steht heutzutage immer noch hoch im Kurs.


Tolstois Uhren

„Zählt ein Gemeinjahr 365 Tage, so möchte ich gerne wissen, wie viele Stunden, Minuten, Sekunden und Tertien es beinhaltet.

- Das wären also 31 536 000 Sekunden und 1 892 160 000 Tertien." // Maria Volkonska. Mathematikhefte.

Die aus dem Jahr 1812 stammende, bzw. in Jasnaja Poljana erstellte, Notiz hebt sich als Lösung Tolstois Mutter Maria Volkonska in Bezug auf eine der jeweiligen Mathematikaufgaben ihres Vaters Nikolaus Volkonski heraus.

„Prinzessin schaute auf ihre Uhr und stellte entsetzt fest, dass sie schon um fünf Minuten zu ihrer turnusmäßigen Klavichorden-Übungszeit in Verzug war, und eilte sich zum Sofazimmer. " // Leo Tolstoi. „Krieg und Frieden".

Die in Jasnaja Poljana entstandene o.a. Passage ist datiert auf das Jahr 1864


Standuhr Tolstois Großvaters des Fürsten Nikolaus Volkonski
NORTON (England)

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Es ist eines der ältesten Ausstellungsstücke von Jasnaja Poljana, das u.a. auch im „Krieg und Frieden" thematisiert wird.
Die Fabrikmarke existiert zur Zeit nicht mehr.


Taschenuhren

Dieselben werden im Dichterbüro von Leo Tolstoi, bzw. in seiner mittleren Schreibtischschublade, bewahrt und betragen drei Stück. (Inventarnotiz vom 18. Juni jul., bzw. vom 01. Juli greg. 1911, erstellt in Jasnaja Poljana)

а) Golduhr
Fabrikant und Herstellungsland sind unermittelt

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Verschnürtes Inventarbuch einer ans Moskauer Historische Museum übergebenen Sammlung aus dem Tolstoischen Dichterhaus. Signiert von Sophia Tolstoi

b) Silberuhr. Ursprünglich gehörte dem Dichtersohn Michael Tolstoi
TOBIAS (Schweiz, bzw. England)

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Das ist eine silberne Taschenuhr, deren oberer Deckel abhanden gekommen war. Auf dem unteren Deckel sieht man einen mit blauer und dunkelblauer Emaille bemalten Abdruck. Die vorliegende Taschenuhr wurde Leo Tolstoi von seinem Sohn Michael geschenkt, nachdem sich der Dichter vom Adelskonsum abgewandt hatte und von seiner konventionellen Golduhr nicht mehr Gebrauch machen wollte.

Der obere Uhrendeckel ist Tolstoi auf einem seiner Ausritte abhanden gekommen. An einem Strick festgebunden ist da ein Schlüssel im helleren Futteral als Produkt des schottischen, bzw. in Moskau beschäftigten, Händlers Muir & Mirrielees zu sehen.

Von unten aus, bzw. an Stelle des einstigen oberen Uhrendeckels hängt ein von Sophia Tolstoi signierter Belegzettel: „Diese Uhr gehörte meinem jüngsten Sohn Michael, für den ich dieselbe für nur sieben Rubel in Tula als Kindergeschenk gekauft hatte. Wurde mein Junge größer, hat er dieselbe an seinen Vater weitergegeben, welcher sich ja in seiner Askese weigerte, von seiner eigenen goldenen Uhr Gebrauch zu machen. Bei einem seiner Ausritte kam deren oberer Deckel abhanden, was meinen Mann jedoch kaum verhinderte, sich an dieser Kindersache weiter zu erfreuen. Eingetragen von Sophia Tolstoi."

Ein dazugehöriger Markenname „Tobias" weist entweder auf seinen Entwickler- oder auf einen zusammenhängenden Vertriebsgesellschaftsnamen hin. Als Herstellungszeitalter kommen dabei entweder die erste Hälfte des XIX. Jh. von England oder die zweite Hälfte des XIX. Jh. in Frage, wobei es sich um ein im Auftrag von „Tobias London" entstandenes Schweizer Uhrwerk handelt.
Die Fabrikmarke existiert zur Zeit nicht mehr.

c) Nickeluhr
Russischer Uhrmacher Paul Buhre


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Vernickelte Taschenuhr des Uhrenhändlers Paul Buhre in einem Futteral aus St.-Petersburg

In St.-Petersburg war die Uhrenhändlerfamilie Buhre seit den 1810er Jahren bekannt. Sie importierte zum Großteil die Uhren aus der Schweiz. Um 1880 gründete Paul Buhre unter seinem Namen eine Uhrenfabrik in Le Locle. Die Leitung dieser Firma übernahm dann der Schweizer Uhrmacher Paul Othenin-Girard.


Tischuhr (England): „Chronos clock ever-ready"

Wanduhr

Runde Gewichtsuhr, die u. U. bei Tolstoischen Bediensteten und weiterem Hauspersonal in Gebrauch stand. Ihr Herstellungsland ist unbekannt

Sanduhr

Runde Gewichtsuhr, die u. U. bei Tolstoischen Bediensteten und weiterem Hauspersonal in Gebrauch stand. Ihr Herstellungsland ist unbekannt

Mälzels Metronom

Erfinder und Hersteller: Johann Nepomuk Mälzel
Herstellungsland unermittelt

metronom



Flügel

Zwei Becker – Flügel: ein Früherer und ein Neuerer von Jakob Becker als deutschstämmigem Klavierhersteller für Russland

„Der dritte, bzw. im Erdgeschoss befindliche Becker-Flügel, stand einst in Besitz meiner Elternfamilie Behrs, an dem ich in meiner Kindheit noch Musizieren lernte." // Aus einer Inventarliste von Sophia Tolstoi.

Die Fabrik von Jakob Becker wurde 1841 in St.-Petersburg gegründet. Zeitweise galt sie als größte Klavierfabrik Russlands. Die Innovation und Kunstfertigkeit ihres Besitzers übten einen erheblichen Einfluss auf die russische Kultur und Klavierproduktion des 19. Jahrhunderts aus. Von den klangvollen Becker-Flügeln nahmen sowohl der Klaviervirtuose Nikolai Rubinstein als auch der große Peter Tschaikowski Gebrauch.

1918 wurde die Fabrik von den sowjetischen Behörden verstaatlicht. 1924 wurden die Teile der ehemaligen Becker-Werke vom Großbetrieb „Roter Oktober" übernommen.


Schwabe-Feldstecher (Russland)


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Ein Feldstecher aus der optischen Reparaturwerkstatt des deutschen Einwanderers Theodor Schwabe ist in schwarzfarbenes Lederfutteral eingefasst.

Eine Handelsvertretung für den Vertrieb der Importoptik als Brillen und sonstigen Zubehörs wurde 1837 vom deutschen Einwanderer Theodor Schwabe gegründet, welcher dann auch durch eine weitere hauseigene Reparaturwerkstatt Folge geleistet wurde. Seit 1851, bzw. im Golizin-Haus an der Moskauer Kuznezki-Brücke, kamen dessen Handelsladen und dazugehörige Produktion unter. Theodor Schwabes Unternehmen erhob sich seit 1882 durch seine außergewöhnlichen, bzw. russische Zarenhofbedürfnisse deckende, Leistungen, welche es mit optischen, physikalischen, rechnerischen, vermessungstechnischen, chemischen, chirurgischen und orthopädische Geräte-, bzw. jeglichen Zubehör- und Hilfsmittellieferungen zur Naturforschung und Schulunterricht, bzw. zur Industrieproduktion und Landwirtschaft erbrachte. Das Unternehmen verfügte über eine eigene Arztpraxis zum Auflegen von Bandagen und weiteren orthopädischen Vorrichtungen. // Moskauer Handelsbuch auf das Jahr 1877

Im unheilsvollen Kriegsjahr 1941 wurde das Theodor – Schwabe – Werk als laufende Produktion Nr. 217, samt deren 10.000 Werktätigen nach der Uralischen Hauptstadt Sverdlovsk (heute Ekaterinburg) abgeschoben und stiftete somit eine bewährte Grundlage zur Etablierung der dortigen Maschinenbauproduktion.

Zur Zeit hebt sich die Holding „Optische Anlagen und Verfahren von Schwabe" innerhalb der russischen Staatskorporation Rostec heraus.


Silberzeug (Russland)

Im signifikanten Tolstois Dichterhaus ist das altertümliche Silberzeug aus drei Familiengenerationen als Ikoneneinfassungen und Silbergeschirr zusammengeführt, wobei sich dessen Feingehaltsgrad auf 84 kt in Solotnik beläuft.

3 Solotnik = 1 Lot
1 Solotnik = 1/96 Pfund (russ.) oder auch Griwenka = 96 Doli = 4,265 Gramm
84 kt in Solotnik beinhaltet gleich 84% Silber und 16% Kupfereinschluss und stimmt mit 875 kt vom metrischen Maßsystem überein


Familiengold (Russland)

Es kommt durch ein Armband als Hochzeitsgeschenk der Tolstois Braut Sophie Behrs zur Geltung. Sein Gewicht beläuft sich auf 45 Gramm, bzw. sein Goldwert auf 56 kt in Solotnik-Bemessung.

56 kt in Solotnik stimmt mit 585 kt vom metrischen Maßsystem überein


Bekleidung

Kleidergrößen:
Die Länge des Mantels als größten Tolstoischen Kleidungsstückes beläuft sich auf 156 cm
Die Länge des Tolstoischen Schafpelzes beläuft sich auf 144 cm
Die Länge seines Gehrocks beläuft sich auf 100 cm
Die Westenlänge beläuft sich auf 51 cm

Tolstois Handschuhgröße war 12
Seine Schuhsohlenlänge belief sich auf 29 cm bei Festtagsschuhen, bzw. auf 33 cm bei Filzstiefeln
Die Schuhsolenlänge 29 stimmt mit Herrenschuhgröße 43 überein.


Mehrzahlangaben für zusammengeführter Kleidungsstücke:

12 Paar schwarze Socken
15 leinene Unterhemden
14 Handtücher


Pelze:
Ein im Hungersnotzeitalter von Tolstoi in Gebrauch genommener Schafpelz
Ein von Tolstois ältestem Sohn Sergius geschenkter Polarfuchspelz
Ein aus eigenhändig gejagten Füchsen angefertigter Fuchspelz, der in Sophias Tolstois Inventarliste als „eigener Fuchs" benannt wird. Geschneidert in Jasnaja Poljana


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Leichter Fuchspelzmantel


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Am Wandwaschbecken hängt ein recht abgetragener Flauschmantel, in dem Leo Tolstoi beim schlechten Wetter auszureiten pflegte. U.a. sieht man denselben am berühmten, bzw. aus Anlass des Dichtertodes entstandenen, Trauerbild von Julia Igumnova


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Bärenpelzmantel, schwarz, sein Oberteil ist aus Bärenpelz, die Saum ist aus leichtem Wollstoff. Er sieht etwas abgenutzt aus und weist kleine Löcher vor. In die o.a. Inventarliste ist er unter Nr. 1435 eingetragen.


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Innenpelzmantel als Schafpelz auf einer schwarzen Lammfellgrundlage


Stoffmäntel
F. MОDER (Russland)

Sommermantel, aus leichtem hellgrauem Wollstoff. Ein Futterstoff am oberen Rückenteil ist aus Satin, sein Ärmelteil ist schwarzweiß gestreift. Warenzeichen: „F. Moder. Moskau – Baku"


Wirkwaren und Hemden
JAEGER (England) als Hersteller

Die aktuelle Firmenparole Jaegers lautet wie folgt: „Zu Beginn jeder Jahreszeit verschaffen wir uns einen Einblick in unsere Archivsammlungen, um uns aufs Neue klar zu machen, wie sich eine Vergangenheit auf die Zukunft auswirkt." / En.: „Each season we look back at our archives." // Jaeger - Homepage

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"Jaegers Hemden und Blusen von Leo Tolstoi aus englischer Flanellwolle." / Eine Eintragung aus Sophias Tolstoi – Inventarliste

Dr. Gustav Jäger war ein deutscher Naturforscher und Hygieniker, Verfasser einer im Jahr 1880 veröffentlichten Forschung: „Die Normalkleidung als Gesundheitsschutz". Von ihm werden die Vorteile der Wollstoffe als hautfreundlicher Konfektion – im Gegensatz zu den Pflanzenfasern - hervorgehoben.

Vor dem Hintergrund des o.a. Forschungswerkes hat Lewis Tomalin im Jahre 1884 auch seine in London erschienene Übersetzung erbracht. Zu gleicher Zeit entwickelte der o.a. Konfektionär seine eigene Fabrikmarke und machte sein eigenes Wirkwarengeschäft namens „Dr Jaeger's Sanitary Woollen System" auf. Sein wichtigster zu vertreibender Kleidungsstoff war Kamelwolle. Auf diese Weise kommt auch ein Kamelbild als sein unverkennbares Warenzeichen zum Ausdruck. Seine Kundschaft kommt durch prominente Persönlichkeitsnamen wie Bernhard Show, Oscar Wilde, britisches Olympia-Team auf das Jahr 1963, bzw. Merilyn Monroe, Judi Dench, Kate Moss, Claudia Schiffer, Victoria Beckham und Madonna, zur Geltung.

Als aktuelle Leistung der Verkaufsmarke Jaeger auf das Jahr 2015 hebt sich die Entwicklung einer Uniform für Wachgardisten des Londoner Kensington-Palastes heraus. Der Konfektionär kooperierte mit bedeutenden Kultureinrichtungen weltweit, seien es Christopher Wrens Bibliothek zu Cambridge, die Uffizien zu Toscana und Holburne Museums zum englischen Bath als Wirkungsstätte von Jane Austen. Er hat sich u.a. bei der Entwicklung der ungarischen Nationalmuster für Budapest hervorgetan.

Heutzutage trägt die o.a. Verkaufsmarke ihren ursprünglichen Namen „Jaeger London" (JL)

Einer beträchtlichen Anzahl der Kleidungsstücke und derem offensichtlichen Verschleiß durch zahlreiche Flicke nach stellt sich die Jaeger - Konfektion unverkennbar als Lieblingsmarke von Leo Tolstoi heraus.


SHANKS (Russland)

„Hellblaufarbenes Herrenhemd aus Flanell, mit weißen und blauen Streifen, angefertigt vom Modemacher Shanks aus Moskau." / Eine Inventarnotiz von Sophia Tolstoi

James Stewart Shanks stammte aus einer sich auf Herstellung von silbernen Porzellaneinfassungen spezialisierten Juwelierfamilie. Gilt als Wegbereiter für Peter Carl Faberge. In Kooperation mit A. Bolin stiftete er 1852 sein englisches Konfektionsgeschäft „Shanks and Bolin, Magasin Anglais". Seit 1867 galt er als renommierter Moskauer Händler. Seit 1888 machte er sich einen Namen durch seinen Silberhandel „SHANKS & C°". Über sein etabliertes Silberwarensortiment hinaus standen bei ihm noch Handtaschen, Fächer, Pelzwaren und Handschuhartikel im Angebot. Nicht weniger berühmt erscheinen auch seine Nachkommen, bzw. Töchter: Emilie als Mitstreiterin der signifikanten russischen Wandermalerbewegung, Luise Mood als namhafte Englisch -Übersetzerin der Tolstois Werke und Maria als Vertraute der ältesten Dichtertochter Tatiana Tolstoi und berühmte Buchdesignerin, die im Auftrag des Klassikers auch tätig war.


Porzellan und Steingut
SARREGUEMINES (Frankreich, bzw. Deutschland, als Herstellungsland)

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Opake Teetasse mit einem abgegangenen Henkel, mit gelbfarbenen herzförmigen Mustern - vor einem grünfarbenen Hintergrund. Als Handelsmarke wird dazu von Sophia Tolstoi die Bezeichnung „Sarr[gn]..." angegeben. Eine dazugehörige, bzw. identisch gefärbte, Untertasse unterscheidet sich nur durch ihre weißfarbenen herzförmigen Muster

In unserer Dauerausstellung ist der o.a. Gegenstand im großen Tolstoischen Wohnzimmer zu Jasnaja Poljana zu besichtigen. Die o.a. Markenbezeichnung „Sarr[gn]" lässt sich höchstwahrscheinlich als „Sarreguemines" ermitteln.

Die Pozellanmarke „Sarreguemines" ist auf den entsprechenden Ortsnamen Sarreguemines vom französischen (bis 1871, bzw. nach 1918), bzw. dem deutschen (1871 – 1918), Gebiet Lothringen zurückzuführen. Die Handelsmarke wurde 1790 von drei Straßburger Tabakhändlern gestiftet. Im Jahre 1800 wurde die Produktion von Paul Utzschneider aus Bayern aufgekauft. Ab 1836 wurden die Fabriken durch seinen Schwiegersohn Baron Alexandre de Geiger verwaltet, der die vereinzelten Produktionen unter ein Dach brachte und das Verkaufsangebot erweiterte. Nach 1871 zog sich derselbe nach Paris zurück. Die Porzellanproduktion ging an seinen Sohn über, der diese dann um zwei Fabriken mehr aus dem französischen Binnenland ausbaute. Sarreguemines stand zeitweilig in Besitz sowohl von Napoleon Bonaparte als auch von dem des russischen Zaren Nikolaus II.. Im Jahre 1979 wurde die Produktion durch den Konzern „St. Clemente" vom französischen Luneville übernommen. Nach 1983 wurde das Sarreguemines – Gewerbegelände in ein Industriemuseum umgewandelt. Im Jahre 2007 wurde der Digoin-Sarreguemin-Vitry-le-Francois – Porzellanbetrieb endgültig eingestellt.

Heutzutage stehen die Urheberrechte für die Produktion der im altertümlichen Verfahren hergestellten Sarreguemines – Nachahmungen als Porzellan- und Steinguttücke in Besitz des Konzerns „St. Clemente" und kommen nur in begrenzter Anzahl auf den Markt.

Gardner (Russland als Herstellungsland steht jedoch nicht fest)

Weiße Teetasse aus Porzellan, mit grünfarbenen Girlandemustern, gestaltet als Kegelstumpf. In der Inventarliste von Sophia Tolstoi wird der o.a. Gardner-Teeartikel unter Nr. 920 vermerkt. Eine weitere Untertasse gehört ebenfalls dazu.

Kuznezov-Porzellan (Russland)

Tiefer Suppenteller aus Steingut, bzw. mit grünfarbenen Blumenmustern, spricht für die Handelsmarke „Kuznezov"

 

Kekse, Biskuits und Parfüm
Charles Adolphe Siou & Cie (Russland)

Im musealen Besitz von Jasnaja Poljana stehen dessen farbenfrohen Backwarenschachteln

„Sious Seife, Kölnischwasser und sonstige Pflegeprodukte für unsere Sommerferien" / Ausgabevermerk aus dem Buchhaltungsheft von Sophia Tolstoi auf das Jahr 1886

Charles Adolphe Siou war ein französischer, bzw. in Moskau tätiger, Parfümeur, dessen Handelsmarken „Frisch gemähtes Heu" und heutzutage nicht mehr bestehende „Schneewittchen" in Russland sehr beliebt waren. Dazu noch wurde von seiner miteingewanderten Ehefrau Eugenie im Jahre 1855 eine Konditorei in der Twerskaja-Straße eröffnet. Im Jahre 1884 wurde von deren Söhnen eine weitere, bzw. in den ganzen 20 Produktionshallen untergebrachte, Schokoladen-, Backwaren- und Kaffeeproduktion aufgemacht. Im Jahre 1913, bzw. aus Anlass des 300-jährigen Bestehens der Romanow- Zarendynastie, wurde von Siou ein neuartiger Backwarenartikel namens „Zelebration" (rus. «Юбилейное») erbracht, dessen erneute Produktion auch in der Sowjetzeit, im Jahre 1967, bzw. aus Anlass des 50. Jahrestag der Oktoberrevolution 1917, wieder aufgenommen wurde. Im Ersten Weltkrieg wurde selbst das kämpferische russische Feldheer mit dessen Schokowaren beliefert. Bis in die jüngste Zeit hinein war seine einstige Produktion in die berühmte Moskauer Großkonditorei „Bolschewist" mit einbezogen.

Seit 1994 wird sie als „Danone", im Weiteren als „Kraft Foods" bezeichnet. Heutzutage sind deren Artikel wie „Alpen Gold", „Milka" und „Toblerone" in russischen Landen sehr beliebt.


Streichholz
Simin (Russland)


Schlafbett (vernickelt)
Hersteller: Marco San-Gamme. Herstellungsland ist unermittelt


Schreibfedern
BLANZY-POURE & CIE (Frankreich)

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Eine Pappschachtel für Schreibfedern der Papierfabrik Blanzy-Poure et Cie enthält 4 Schreibfedern und 4 Büroklammern und wird im letzten Tolstoischen Dichterbüro aus der zweiten Etage zu Jasnaja Poljana, bzw. in seinem Schreibtisch, bewahrt

Federhalter mit Schreibfeder Nr. 86

Im Tolstoischen Dichterbüro aus den 1870er Jahren , das im heutigen Museums zu Jasnaja Poljana als „Gästezimmer" aus der ersten Etage bezeichnet wird und wo der Roman „Anna Karenina" entstanden ist, wird nach wie vor ein Federhalter Nr. 86 mit einem eingravierten Namen eines Dichterbruders bewahrt.

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Der Klassiker aus Jasnaja Poljana bediente sich während seiner
Schaffenszeit zu „Krieg und Frieden" der französischen Schreibfedern, die sich dabei auch als äußerst stabil erwiesen.


Füllfedern, in einer Mehrzahl vorliegend


Schreibmaschine REMINGTON (USA)

Schreibmaschine der Firma Remington Nr. 10, eines Kleinwagens inklusive

Der „Remington Nr. 10", hergestellt von der Genossenschaft von Jean Block wurde speziell für russische Verbraucher im Jahre 1902 in New York entwickelt und weist russischsprachige Tastaturbuchstaben vor. Der Remington als „Sholes and Glidden typewriter" entstand im Wesentlichen im Zeitraum 1868 – 1873 und wurde einpatentiert. Im Jahre 1872 kam dazu eine weitere vierreihige Tastatur hinzu. Ab 1873 stand die o.a. Schreibmaschine auf dem Produktionsplan des 1816 gegründeten Waffenherstellers Remington & Sons.

Eine Schreibmaschinenproduktion wurde 2011 durch die Auflösung ihres letzteren indischen Herstellers stillgelegt und weitgehend vom PC-Konsum überholt.


Phonograph (USA)


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Phonograph von Thomas Edison, mit dazugehöriger Metallstütze

Den o.a. Phonographen hat Leo Tolstoi 1908 vom dessen Erfinder Thomas Edison als Geschenk zugesandt erhalten.

Seine Erfindung hat derselbe zum ersten Mal im Jahre 1877 präsentiert, um sie im nächsten Jahr 1878 auch noch einpatentieren zu lassen. Seit 1930 wirkte Thomas Edison als Ehrenmitglied der sowjetischen Wissenschaftsakademie mit und hob sich im traditionsreichen Jahr 1928 als einer der zur Zelebration des 100. Tolstoischen Jahrestages hundert eingeladenen Ehrengäste heraus.

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Mimeograph (USA)
Altertümliches, bzw. ebenfalls von Thomas Edison entwickeltes, Kopiergerät


Grammophon


Sein Herstellungsland bleibt unermittelt
Handelsmarke „Dichtender Amur D d A 2295"

Grammophon erweist sich als konventioneller Phonograph mit einer flachen Scheibe an Stelle der einstigen kegelförmigen Walze. Die o.a. flache Scheibenvorrichtung wurde 1887 von Emil Berliner (USA) entwickelt und 1896 einpatentiert.


Tolstois Bleistifte
FABER (Deutschland, bzw. Russland, als Herstellungsland)

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Im XIX. Jh. bediente sich der Dichter der Bleistifte des Herstellers „A.F. Faber", der im XX. Jh. auch als „Faber" bezeichnet wurde.

„Faber" ist einer der weltweit ältesten Familienbetriebe, der nun auf seine 255 Bestehensjahre stolz sein darf, bzw. im Jahre 1761 gegründet wurde und mittlerweile von der achten Faber – Angehörigengeneration verwaltet wird. Der allererste schwarze, bzw. in eine Holzhülle eingebettete, Grafitstift wurde von Baron Kaspar Faber aus der bayerischen Stadt Stein kreiert. Sein Urenkel Lothar von Faber leitete 1849 die Produktion der inzwischen sechskantig gewordenen Bleistifte ein und legte die dazugehörigen Qualitätsmaßstäbe wie Längen-, Durchmesse- und Minenhärtemaße, sowie deren aktuellen Markennamen „A.W. Faber" fest. Die Produktion war fast in allen westeuropäischen Hauptstädten, bzw. im russischen St.-Petersburg, vertreten. Nach dem Tode von Wilhelm Faber ging die Fabrik in Besitz seiner Witwe, bzw. deren drei Töchter, über. War eine von ihnen mit Grafen Alexander Castell-Rüdenhausen verheiratet, so hat er die Handelsmarke durch seinen eigenen Namen wie „Faber-Castell" und ein Firmenlogo wie „Ritterturnier" erweitert und eine neue Grünstift - Produktion „Castell 9000" aufgemacht. Seit 1928 wurde sein Familienunternehmen durch seinen Sohn Roland von Faber-Castell, bzw. seit 1978 durch dessen Sohn den Grafen Anton Wolfgang, übernommen, wobei der Letztere noch eine weitere Produktion von Kosmetikstiften in die Wege leitete. Heutzutage ist das Unternehmen als führender Holzstift – Hersteller berühmt und schreibt sich eine Produktion von 1,8 Billion Stiften pro Jahr aufs Konto. Seine produktionsrelevante Wirtschaftswaldfläche beläuft sich auf 10.000 ha und erfreut sich alljährlich an 2 Mio. neuen Setzlingen. Dabei werden umweltfreundliche wasserhaltige Aufschlämmungen eingesetzt. Vom deutschen Dermatologenausschuss werden seine Produkte als kinderfreundlich und sein sozialer Beitrag als signifikant bezeichnet. Über Leo Tolstoi hinaus gehörten Iwan Turgenjew, Johann Wolfgang von Goethe und Karl Lagerfeld zu seiner Stammkundschaft. Sein heutiger Firmennamen heißt „FABER-CASTELL".

 

Schreibpapier
Howard (Russland)

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„Schreibpapier der Firma Howard", lautet die dazugehörige Eintragung aus der Inventarliste von Sophia Tolstoi

Im Jahre 1785 nahm der russische Fürst Jakob Kozlovski den Bau einer Papierwarenfabrik in einem bei Moskau gelegenen Dorf Troizko auf. Im Jahre 1806 wurde diese vom Major Anton Khluistin aufgekauft. Im Jahre 1809 hat er da eine sog. „azurblaue" Produktion zur Herstellung einer weiteren dunkelblauen Papiersorte aufgemacht. Im gleichen Jahr war er unglücklicherweise verstorben. Im Jahre 1810 erfolgte dann auch ein weiterer Frühtod seines Sohnes Semjon. Seine Witwe Vera Khliustin (geb. Tolstoi) als Leibschwester des berühmten Forschungsreisenden Theodor Tolstoi (des sog. „Amerikaners") übernahm Fabrikverwaltung. 1824 wanderte sie nach Westeuropa aus. Im Jahre 1835 übernahm ihr weiterer Sohn, auch Semjon Khliustin benannt, den Besitz, der sich u.a. durch seine entfernte Verwandtschaft mit Leo Tolstoi einen Namen machte. Im Jahre 1843 verkaufte er seine Fabrik, inklusive der o.a. „azurblauer" Produktion, an Sergius Kotschubej, der diese im Jahre 1849 an den englischstämmigen Papierhersteller William Howard aus Dartford entgeltlich abtrat. Im Jahre 1853 kaufte William Howard eine weitere nahe gelegene Papierproduktion aus der benachbarten Stadt Kondrowo der Region Kaluga auf, erneuerte dieselbe und brachte somit „Vereinigte Papierfabriken von William Howard & K° zu Troizko-Kondrowo" hoch. Im Jahre 1871 musste William Howard seine neue russische Heimat für immer verlassen. Jedoch hat es in den 1900er Jahren die von ihm erbrachte Papierqualität bis zum Großen Preis der Pariser Weltausstellung geleistet. Heutzutage läuft die Papierproduktion zu Kondrowo nach wie vor auf Hochtouren.


Photopapier
KODAK, Ilford (England)

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Ein weißes glänzendes Photopapier ist in eine authentischen Kodak-Hülle eingebunden, bzw. in einem weiteren rotfarbenen Umschlag des Herstellers Ilford verpackt.

Die Photopapierproduktion „Ilford" wurde 1879 von Alfred Hugh Harman aus dem Londoner Dorf Ilford entwickelt. Seit 1891 ist sie als „Britannia Works Company" bekannt und verfügt über eine Produktion von 4 Platten-, bzw. 6 Papiertypen. Im Jahre 1897 wurde sie verkauft. Seit 1898 trägt sie einen Namen „The Britannia Works", bzw. seit 1902 heißt sie „Ilford Limited". Heutzutage kommt sie durch ihre Bezeichnung „HARMAN technology Ltd / ILFORD PHOTO" zur Geltung


Negative
Pobeda (dt. „Sieg") aus Russland, bzw. LUMIERE aus Frankreich

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Die Gebrüder Lumiere stifteten ihre Photoplattenproduktion im Jahre 1883 in der französischen Stadt Lyon. Auf dem Produktionsplan standen damals etwa 4 Mio. Gelatineplatten jährlich. Von 1895 bis 1907 hoben sie sich als Lieferanten der angehenden westeuropäischen Filmkunstproduktion heraus. Später wurde von ihnen noch eine 35 mm starke Zellhornfilmqualität erbracht.


Photoentwickler

AGFA (Deutschland)

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„Agfa – Entwickler" / Eine Eintragung aus der Inventarliste von Sophia Tolstoi
Die Handelsmarke entstand 1867 in Berlin von Paul Mendelssohn als Sohn des berühmten Komponisten, bzw. in Kooperation mit dessem Geschäftspartner Karl Alexander von Martius. Ihre gegenwärtige Bezeichnung lautet ebenfalls „AGFA".

Büroklammern
GEM (England)

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Die Handelsmarke entstand 1899 und wurde 1867 von Samuel Fay als „Kartenklips" einpatentiert. Als lizenzierter „Paper Clip" wurde sie 1899 auch von William Middlebrook nachgewiesen. Vom Letzteren stammt eine noch weitere Maschine zur Herstellung von Büroklammern. Im Jahre 1899 wurde sein Patent vom Unternehmen „Cushman and Denison" übernommen, das daraufhin seine eigene Handelsmarke namens „GEM" erbrachte und bis 1934 das Monopol behielt, das im Weiteren jedoch durch die Produktion der die sog. „gotischen" Büroklammer zerstört wurde. Die aktuelle Bezeichnung lautet nach wie vor „GEM"


Fahrrad als Beförderungsmittel
HUMBER THOMAS (England)

gumber

Inventarnummer 55 1880/а3815 aus dem Rechnungsschreiben des Fahrradherstellers Humber an die Dichterfrau Sophia Tolstoi

Die Handelsmarke „Humber" entstand 1868 als spezialisierter Fahrradhersteller. 1898 erbrachte das Unternehmen seinen eigenen Dreiradwagen. Seit 1901 wurden von ihm auch Vierradwagen hergestellt. Seit 1976 wurde seine Produktion eingestellt und von Chrysler übernommen. Seit 1979 und bis in die Gegenwart steht sie im Peugeot – Besitz.

In diesem Zusammenhang können auch noch weitere altertümliche Sitzvorrichtungen aus dem musealen Besitz von Jasnaja Poljana wie Wienersessel und –stühle, bzw. der berühmte Tolstoische „Stockstuhl" angegeben werden. Ohne diesen ausgesprochen fremdländischen Herstellungshintergrund wäre jedoch unsere aus Anlass des 95. Bestehensjahres des Staatlichen Tolstois Gutes angeregte Ausstellung zu Verbraucherpräferenzen des Dichters unübersichtlich.

Unter den zu bewahrenden Tolstoischen Gebrauchsgegenständen können noch weitere nachstehende ausländische Handelsmarken hervorgehoben werden:

Nähmaschine „Willer & Willson" Nr. 182200


jele
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vasa
[…]
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Ihr zu benötigendes Samengut und Setzlinge pflegte Tolstois Familie permanent bei „E. Immer & Sohn" zu besorgen. Ob nun dieser Fremdeneinfluss in Jasnaja Poljana für immer ausgeprägt bleibt ?


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Aus dem Pflanzenkatalog von „E. Immer & Sohn"



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Die sog. Hundertblättrige Rose (Rosa centifolia) kam in Jasnaj Poljana von 1800 bis 1910 vor und gehört heutzutage zu den gefährdeten Pflanzenarten Russlands.

Der Pflanzenhändler „Immer & Sohn" nahm sich als einer der ersten in Russland die Vermarktung von illustrierten Samentütchen vor.

Unser Staatliches Tolstois Gut verkündet somit die Wiedergewinnung der verschwundenen Pflanzenarten für sein Naturschutzgebiet und würde ein Verkaufsangebot an einer Hundertjährigen Rose gerne in Betracht ziehen.

Ende folgt

Dina Tikhonova als Ausstellungsautorin
 
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