Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Fotoausstellung „Vl. Vissotski & Co.“ von Valeri Plotnikov


plotnikovVom 03. März bis zum 22. April 2018
In der hauseigenen Museumsgalerie „Jasnaja Poljana" aus der Oktoberstraße 12 zu Tula

Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 02. März 2018, um 18.00 Uhr statt
. Zur Betrachtung sind etwa 60 fotografische Meisterwerke von Valeri Plotnikov dargeboten.
Valeri Plotnikov gilt als angesehener Geschichtsschreiber der zukunftsfrohen sowjetischen 1960er Jahre, die als sagenumwobenes Khruschovs „Tauwetter" vom Großteil der russischen Bevölkerung zustimmend aufgenommen wurden. Und ein anderer leidenschaftlicher Filmemacher Grigori Kosinzev bezeichnete dessen Fotowerk als meisterhafte Inszenierung. Ihm wird noch durch einen anderen kultigen Poeten Andrej Voznessenski nachgesprochen, der Valeri Plotnikovs „majestätische Fotoleistung" ebenfalls sehr lobte.

vladiVon Valeri Plotnikov wurde so gut wie die gesamte russische Künstlerelite aus dem Theater- und Filmmilieu festgehalten. Und beinahe sprichwörtlich ist seine akribische Genauigkeit bei der Vorbereitung der Aufnahmekulisse, seien es Raumgestaltung, Outfit und Körperhaltung, die auf die aussagekräftigste Weise den Modelcharakter zum Ausdruck bringen.

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Ins Auge fallen seine Fotoporträts des altrussischen Kulturgutsforschers Dimitri Likhatschev und des Literatur-Nobelpreisträgers Joseph Brodski, des Ballettstars Michael Berischnikov und der Schauspielerinnen Alla Demidova und Irina Kuptschenko, sowie der Dichter Andrej Voznessenski und Vladimir Vissotski, bzw. der vielen weiteren sowjetzeitlichen Filmstars wie Viatscheslav Tikhonov und Innocenti Smoktunovski, Eugen Evstignejev, Alexander Abdulov und Nikolai Karatschenzov wie die der Liedermacher Boris Grebenschikov und Andrej Makarevitsch und des prominenten Filmregisseurs Nikita Mikhalkov.

Zu seinem Lebenswerk bekennt sich der Meister wie folgt: „Es besteht eine völlig plausible Ergründung meiner Begeisterung fürs Fotografieren. In meiner Jugend hätte mich wohl niemand als ungebildet bezeichnen können. So waren die meisten von meinen Altersgenossen im Dichterschaffen von Anna Akhmatova und Michael Soschenko gut bewandert. Als gebürtiger St.-Petersburger verstand ich es noch vom Aussehen her, Anna Akhmatova (1889 – 1966) ganz gut zu erkennen, zumal uns ihre zahlreichen bemerkenswerten, bzw. von Nathan Altman, Amedeo Modigliani und Kuzma Petrov-Vodkin festgehaltenen, Bildnisse bereits vorlagen. Jedoch bei einer persönlichen Begegnung mit meinen anderen zu dem Zeitpunkt noch lebenden prominenten Zeitgenossen wie Michael Soschenko oder Eugen Schwarz wäre ich nie auf die Idee gekommen, wer mir da wirklich entgegenläuft. Und so fasste ich Beschluss, meine äußerst bemerkenswerte Künstlergeneration auch für die ganze weite Welt erkennbar zu machen. Und ich wusste schon von vorne herein genau, ob so ein Bild gut geraten will."

smoktunovskySo erlauben wir es uns, die o.a. Sentenz durch eine noch weitere Anmerkung zu ergänzen, dass Valeri Plotnikov – im Gegensatz zu seinen meisten Berufskollegen – bei Weitem kein unbeteiligter Beobachter, sondern in dem von ihm aufzunehmenden Künstlerambiente völlig beheimatet ist.

Die Ausstellung läuft bis zum 22. April 2018. Wir haben dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr für Sie geöffnet. Der Ticketverkauf läuft bis 18.00 Uhr. Eine führungsfreie Besichtigung kostet nur 30 Rubel

Zum Künstlerprofil:

Auf dem Weg vom belagerten Leningrad ins tiefe sibirische Hinterland kam Valeri Plotnikov am 20. Oktober 1943 im Berggebiet Altai zu Welt, um im Herbst 1945 wieder in seine Heimatstadt zurückzukehren, wo er bildende Kunst – zusammen mit Oleg Grigoriev, Michael Schemiakin und Natascha Abdulajeva – erlernte und dazu noch eine Malschule für Jugendliche besuchte, um sein Künstlerwerk weiter an der St.-Petersburger Baron Alexander von Stiglitz geweihten Kunstfachschule zu vervollkommnen und sich dann an seinem allerersten oberen Abschluss zum Kameramann am Moskauer bundesrussischen Institut der Filmkunst (sog. VGIK) zu erfreuen.

In der Folge bekannte er sich endgültig zu seinem Lebenswerk, um sich nun ganz bewusst auf professionelles Fotografieren mit Schwerpunkt der Porträtaufnahmen zu spezialisieren. Und sein Talent kommt durch noch weitere Bildnisse der prominenten heimischen Künstler wie Vladimir Vissotski und Lilia Brick, Sergej Paradzhanov und Juri Bogatirev, sowie Anastasia Vertinska, Boris Eifman, bzw. den namhaften Schauspieler des Großen St.-Petersburger Grigori-Tovstonogov-Dramatheaters und des ebenda befindlichen Europa-Kammertheaters an den Tag. Die allererste Personenausstellung von Valeri Plotnikov fand bereits 1976 im der St.-Petersburger Kinokunsthaus statt.

 
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