Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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„Hadschi Murat oder Tolstois Rezeption des kaukasischen Kulturbildes“

_____1859_34_Am 04. November 2017, um 17.00 Uhr, in der hauseigenen Galerie „Jasnaja Poljana" aus der Oktoberstraße 12 zu Tula wurde unsere dem sagenumwobenen dagestanischen Heerführer Hadschi Murat als Protagonisten des gleichnamigen Tolstois Meisterwerkes geweihte Kunstausstellung eröffnet. Um Ausstellungsfotos zu sehen, klicken Sie hier>>>

Das komplexe und widersprüchliche Wesen des kaukasischen Kriegshelden stand seit alters her im dichterischen Blickpunkt seiner Zeitgenossen wie der späteren Geschichtsschreiber und löste heftige Diskussionen der hauptberuflichen Forscher und begeisterten Geschichtsfreunde aus. Ihm gelten zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze, Dichter- und Malwerke, unter denen sich ausgerechnet die letzte Tolstois Erzählung „Hadschi Murat" heraushebt.


Zu besichtigen sind die Sammlungen aus dem Patimats Gamsatova-Kunstmuseum, aus dem Asas Tacho-Godi-Nationalmuseum und aus der Rassul Gamsatovs Nationalbibliothek zu Dagestan. Heben sich da explizit die dem XIX. Jh. entstammenden russischen Meisterwerke heraus, so fallen diese insofern ins Auge, da sie seit den letzteren 70 Jahren zum allerersten Male ihren angesessenen kaukasischen Kulturraum verlassen.

Dabei kommen einzelne gesonderte Ausstellungssequenzen zum Ausdruck. Im Einzelnen wird da auf den militärischen Tolstois Aufenthalt vom Mai 1851 bis zum Januar 1854 zum tschetschenischen Bergdorf Starogladkovska eingegangen. Explizit hebt sich die dazugehörige Tolstois dichtkünstlerische Leistung als Trilogie „Kindheit. Knabenalter. Jünglingsjahre" und Intentionsangaben zu seinen späteren Erzählungen „Die Kosaken" und „Hadschi Murat" heraus, die im ersten Drittel des XX. Jh. durch die Abbildungen von Eugen Lanceray noch mehr an Ausdruck gewannen. Davon sind in der Ausstellung seine zum 100. Tolstoischen Jahrestag 1928 entstandenen Landschaftsbilder zu Starogladkovska und die Innenansichten des dortigen Tolstois Quartiers zu besichtigen.

Im Ausstellungsmittelpunkt stehen die direkt dem Zeitalter dieses kaukasischen Nationalhelden entstammende Kunstmalerei aus der Mitte des XIX. Jh., seien es die Meisterwerke von Elias Sankovski wie „Bergweg zum Oberen Gunib", „Hütte von Hadschi Murat" und „Saltinski Schlucht", bzw. die Malreihe des Kunstfürsten Grigori Gagarin als Farbaquarellen und Kupferstiche namens „Bildschöner Kaukasus". Und nicht weniger ausdrucksvoll sind die Kupferstiche aus der 1859 und 1861 erschienenen Illustrierten von Georg Wilhelm Timm.

Jedoch als Sonderbereich unserer Ausstellung heben sich die eigentlichen Bildnisse von Hadschi Murat und dessen Nachkommen heraus, die sowohl dem zeitgenössischen Maler und Fürsten Grigori Gagarin als auch den heutigen kaukasischen Gegenwartskünstlern wie Eduard Akuvaev, Said Tikhilov, Magomed Dibirov und Tigran Kaitmasov entstammen. Und über die dagestanische Kunstmalerei hinaus fallen noch die ausdrucksvollen authentischen Kunststücke aus der Mitte des XIX. Jh., bzw. damit direkt korrespondierende, wenn auch etwas später entstandene Gebrauchsgegenstände, wie Teppiche, Keramik, Kupferkrüge, Goldstickerei, Holzschnitzerei und Tauschierung, ins Auge.

Die Ausstellung läuft bis zum 17. Dezember 2017. Wir haben dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr für Sie geöffnet. Der Ticketverkauf läuft bis 18.00 Uhr. Eine führungsfreie Besichtigung kostet nur 30 Rubel
 
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