Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Mario Vargas Llosa tritt in Jasnaja Poljana auf


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Am Samstag, 14. Oktober 2017, um 15.00 Uhr
Im Museumskulturhaus zum Dorf Jasnaja Poljana 142a

Zu Besuch in Jasnaja Poljana wird der Nobelpreisträger für Literatur (2010) Mario Vargas Llosa erwartet, der sich auf dieses Jahr 2017 auch an unserem hauseigenen Dichterpreis "Jasnaja Poljana" für sein bestes fremdsprachiges Dichterwerk erfreut.

Zutritt frei. Anmeldung erwünscht und kann unter dem Weblink: https://yaspol.timepad.ru/event/589350/ geleistet werden. Die Anzahl der verfügbaren Zuschauerplätze ist begrenzt.

Die Darbietung erfolgt in Form eines Zwiegesprächs, indem auch sein eigener Russisch-Übersetzer Kirill Korkonossenko als Interviewer zum Wort kommt, der neben dem o.a. Autor auch für seine Übersetzungsleistung auf dieses Jahr ausgezeichnet wurde. Mario Vargas Llosa geht auf die Zuschauer- und Übersetzerfragen ein und stellt seinen siegreichen Roman "Ein diskreter Held" vor. Die Veranstaltungssprache ist Spanisch. Dabei steht unseren Zuschauern eine kostenfreie Simultanübersetzungsoption zur Verfügung. Erforderliches Zubehör ist bei Einreichung eines Personalausweises erhältlich.

Mario Vargas Llosa (1936)  ist ein peruanischer Autor, der neben den namhaften Dichtern wie Julio Cortazar, Jorge Luis Borges und Gabriel Garcia Marquez zum Aufschwung der lateinamerikanischen Prosa beiträgt. Bereits sein allererster Roman "Die Stadt und die Hunde" erfreute sich am führenden spanischen Preis "Premio Biblioteca Breve". Und sein zweiter Roman "Das grüne Haus" nahm die größte lateinamerikanische dichtkünstlerische Auszeichnung "Premio Rumulo Gallegos" in Anspruch. Sein hiermit vorzustellender Roman "Ein diskreter Held" ist eine der vorherrschenden Gesellschaftsordnung geweihte Fabel, wurde in mehr als 20 Weltsprachen übersetzt und erfreut sich in mehr als 10 Ländern an einem Bestsellererfolg.

Im Jahre 2010 kam Mario Vargas Llosa für seinen Roman "Der Traum des Kelten" in den Besitz eines Nobelpreises für seine akribische Analyse der Machtstrukturen mit "messerscharfen Bildern" und eine glänzende Darstellung einer aufgelehnten, waghalsigen und doch besiegten Person.

Die Terminplanung für Mario Vargas Llosa in russischen Landen ergibt sich wie folgt. Am Donnerstag, 12. Oktober, in Moskau erfreut sich Mario Vargas Llosa am festlichen Zeremoniell einer Dichterpreisüberreichung an ihn durch das Staatliche Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana und das südkoreanische Unternehmen Samsung Electronics.

Vorausgehend, bzw. schon am Dienstag, 10. Oktober 2017, wird er eine Autogramm-Runde erteilen und auf die Leserfragen eingehen. Am nächsten Tag, 11. Oktober, auch in Moskau gibt er sein öffentliches Interview an den Journalisten Konstantin Miltschin. Und als Krönung seiner Dichtertournee erhebt sich sein Auftritt in der Tolstois Heimat zu Jasnaja Poljana.

Zum Veranstaltungsprofil:

Im denkwürdigen Jahr 1906 hat die russische Wissenschaftsakademie Leo Tolstoi als Nobelpreiskandidaten für Literatur erhoben. Mit 78 Jahren hätte Tolstoi einer der ältesten Preisträger werden können, jedoch setzte der Klassiker aus Jasnaja Poljana alle Hebel an, um der Besitzergreifung auszuweichen. Dazu meinte er wie folgt: "Hätte die Preisverleihung zugetroffen, wäre es mir viel zu unangenehm gewesen, dieselbe als ungeschehen zu bedenken." Und noch etwas später, als der Nobelpreis doch dem italienischen Poeten Giosue Carducci zufiel, gestand es Tolstoi ebenfalls: "Meine Nobelpreisablehnung kommt mir als sehr zustatten. Erstens weil es mir aus der Verlegenheit heraushilft, meinen Geldbesitz geltend zu machen, da daraus nur das ärgste Übel zu entstehen vermag. Jedoch kam ich dabei zu Ehren und dem unverkennbaren Vergnügen, die Mitleidäußerungen von so vielen Gleichgesinnten entgegenzunehmen, in deren persönlichen Bekanntschaft ich zwar nicht gelangt, jedoch kaum davon abgebracht bin, sie um so mehr zu genießen."

Die Nomination fürs beste fremdsprachige Dichterwerk wurde von uns erst vor drei Jahren gestiftet, um die bedeutendsten dichtkünstlerischen, bzw. dazugehörige Übersetzungsleistungen, des XXI. Jh. zur Geltung kommen zu lassen. So trugen 2016 der türkische Prosadichter Orhan Pamuk, bzw. seine russischsprachige Übersetzerin, Appolinaria Avrutina, den Dichterpreis für den Roman "Diese Fremdheit in mir" davon. Und noch früher im Jahre 2015 erfreuten sich daran die japanisch-amerikanische Autorin Ruth Ozeki und ihre russische Übersetzerin Ekaterina Iljina für den Roman "Geschichte für einen Augenblick". Unsere o.a. Nomination arbeitet nicht nur auf die Hervorhebung der signifikanten zeitgenössischen Dichtkunstleistung, sondern auch auf die Würdigung des entsprechenden Übersetzungsbeitrags hinaus.

 
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