Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Religionsuntermalte Literaturvorlesung von Andrej Kuraev

kuraev3Am 22. April 2017, um 15.00 Uhr
Im Museumskulturhaus zum Dorf Jasnaja Poljana 142a

Der prominente Geisteswissenschaftler Oberdiakon Andrej Kuraev trägt nun in Jasnaja Poljana aus seiner neuesten 2012 erschienenen Forschung zum Thema: „Ist denn der eklatante Michael Bulgakovs Roman „Der Meister und Margarita" Christus freundlich oder feindlich ?" vor. Eintritt frei. Anmeldung erwünscht und kann unter: https://yaspol.timepad.ru/event/458470/ geleistet werden.

Dem berühmten Roman „Der Meister und Margarita" liegt eine unverkennbare Antithese zu Grunde. Auf der einen Seite ist es eine geniale Dichterleistung, deren verspätete Erstveröffentlichung im Jahre 1966 den in Religionsfragen unkundigen Sowjetmenschen eine regelrechte Offenbarung bereitete und der personifizierten Figur von Jesus Christus und dem gesamten damit zusammenhängenden religiösen Sachverhalt gilt. Im Gegensatz dazu kann sich jedoch ein bewanderter Gläubiger weder mit dem Erscheinungsbild von Jesus noch dem von Voland zufriedengeben. Ein ausgesprochener orthodoxer Blickpunkt wird also auch in der o.a. Vorlesung von Andrej Kuraev thematisiert.

Der Geistliche Andrej Kuraev tut sein Bestes, um uns seine ausgeprägt orthodoxe Stellungnahme zu vermitteln. Mag man ihm dabei recht geben oder nicht, kommt seine Meinung als eindeutig spannend und begründet vor. Seine Schlussfolgerung lautet, dass religionsuntermalte, sog. aus der Sicht von Pontius Pilatus verfasste, Romankapitel nichts Anderes als eine teuflische Auffassung im Hinblick auf die Heilige Schrift darstellen und ganz klar vom eigentlichen künstlerischen Standpunkt Michael Bulgakovs auseinanderzuhalten sind.

Zum Referentenprofil:

Andrej Kuraev ist ein prominenter und sozial engagierter Religionswissenschaftler, Prosadichter und weltlicher und theologischer Denker, der sein amtlich anerkanntes Lehrbuch zu den Grundlagen des christlichen Glaubensbekenntnisses erbrachte und seine Miturheberschaft bei der Aufstellung des menschenkundlichen Philosophie-Lexikons an den Tag legt. Auch auf seinen praktischen Dienst im Namen Christi, seien es sein oberes diakonisches Werk als Seelsorger der Erzengel-Michael-Kirche und Professor des Priesterseminars zu Moskau, darf er stolz sein.
 
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