Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Finalisten des Dichterpreises „Jasnaja Poljana“ aufs Jahr 2018


1Staatliches Leo Tolstois Museumsgut zu Jasnaja Poljana und südkoreanisches Unternehmen Samsung Electronics als Mitbegründer des internationalen Dichterpreises „Jasnaja Poljana", bzw. zusammenhängend mit dessen Nominierung „Bestes neuzeitliches Prosawerk Russlands", bekunden hiermit ihre im Hinblick auf Ermittlung der drei nachstehenden Finalistennamen getroffene Gutachtung 2018.
Der alljährliche Dichterpreis „Jasnaja Poljana" entstand 2003 auf Anregung des Staatlichen Tolstois Gutes und unseres südkoreanischen Partners Samsung Electronics Ltd. Dadurch wird den bemerkenswerten neuzeitlichen Dichterleistungen Gefüge geleistet, die im Sinne der russischen Klassik und Leo Tolstois Sittlichkeitslehre für humanistische und moralische Werte und zugleich  neuzeitliche Literaturvorbilder plädieren. Durch unsere dichtkünstlerische Gutachtung wird den spätestens nach 2015 der Öffentlichkeit zugänglich gemachten prosaischen Meisterleistungen gerecht. Der Dichterpreis „Jasnaja Poljana" fördert das Engagement etablierter Literaturkenner und gilt als Wegweiser bei Ermittlung von aktuellen dichtkünstlerischen Leitbildern und Lesetipps im Hinblick auf bemerkenswerte heimische und übersetzte auswärtige Prosaleistungen.


Demgemäß erheben sich auf der sog. finalen „kurzen" Dichterpreisliste 2018 die nachfolgenden Finalbeiträge:


1. Buschkovski, Alexander. „Aus vollem Flug abgebremst" (rus. „Праздник лишних орлов"). 2017, RIPOL-Klassikverlag, Moskau
2. Slavnikova, Olga. „Längssprung" (rus. „Прыжок в длину"). 2017, AST-Verlag, Moskau
3. Stepanova, Maria. „Verdammung des Andenkens" (rus. „Памяти памяти"), 2017, Neuverlag, Moskau

2Generell aufs Jahr 2018 wurden zur Dichterpreisgutachtung insgesamt 152 Prosawerke dargelegt, die als Einzelwerk, bzw. zusammengestellter dichtkünstlerischer Zeitschriftenbeitrag, in Erscheinung getreten waren. Allein schon auf der sog. „langen", auf die Nominierung „Bestes neuzeitliches Prosawerk Russlands" ankommenden Gesamtübersicht standen 43 Meisterwerke, von denen nur drei das Finale erreichten.

Juryvorsitzender des Dichterpreises „Jasnaja Poljana" und bundesrussischer Staatschefkulturberater Vladimir Tolstoi steht zur jüngsten Gutachterleistung wie folgt: „Hiermit bekunden wir unsere einmütige Entscheidung und legen drei herausragende Meisterwerke zur Finalabstimmung fest, zu der sich alle Jurymitglieder einstimmig bekannt und ihre diesbezügliche Gutachtung als vollkommen plausibel erscheinen lassen haben. In dem Zusammenhang muss jedoch ein Missverständnis aus dem Weg geräumt werden, sodass wir zur Ermittlung von weiteren Autoren sonst inkompetent wären und insofern auch die sämtliche Gutachterleistung hätten sein lassen. Im Gegenteil waren wir keiner Absicht, die Leserschaft zu enttäuschen, denn unsererseits wollten wir ja dieselbe nur mit etwas Mitreißendem erfreuen. Hingegen legten wir auf die ausgesprochene Einzigartigkeit aller drei Meisterwerke unseren Wert. Allein schon gilt die Tatsache, dass dabei drei ganz verschiedenartige Autorenpersönlichkeiten und Dichtertrends in Frage kämen. Und ausgerechnet diesen mehrstimmigen Einklang wollten wir ja auch durch unsere Gutachtung gern herausheben."

Jury Kurbatov meint hierzu: „Dass die nur drei o.a. zur Auswahl vorgegebenen Meisterwerke so grundverschieden sind, ist klar. Allein schon der Dichterstil von Alexander Buschkovski weist eine heutzutage so rare Ungekünsteltheit auf und lässt uns an beinahe kindischer Aufgeschlossenheit erfreuen. Es scheint, als wolle er von der Binsenweisheit nichts mehr wissen, dass sich heutzutrage so eine Schreibweise nicht mehr schickt, was ihm jedoch völlig unbedeutend ist. An sich sei es nur ein Klartext, der hiermt ausgesprochen sein will. Es sei ihm viel wichtiger, die Grausamkeit des Tschetschenienkrieges zu brandmarken, insofern er auch von seinen gefallenen Mitstreitern herausgefordert wird.
Noch anders erscheint der Intellektuellenroman „Verdammung des Andenkens" von Maria Stepanova, die sich ihre Leser an dichtkünstlerischer Pracht und Feinheit erfreuen lässt. Exakt ausgedrückt wollen da alle drei dichtkünstlerischen Jahrhunderte Russlands, sowie das ganze Denkwürdige, Erbauende und Barmherzige zusammengeführt werden, um auf einmal die sämtlichen neuzeitlichen Wunden zu schließen.
Und Olga Slavnikova als drittes Mitglied des o.a. finalen Autorentrios bringt den Eigenwert der russischen Klassiktradition zur Geltung."

Paul Bassinski als bewährter Geschichtsschreiber der Tolstois Familientradition lobt hingegen den Roman „Aus vollem Flug abgebremst" von Alexander Buschkovski: „Im Gegensatz zu den beiden weiteren Dichterpreisfinalisten mag auf den ersten Blick Buschkovskis Prosa als unanspruchsvoll und konventionell wirken. Jedoch ist es eine tiefgreifende, fein erbaute und unwahrscheinlich menschenliebende Meisterleistung, die unsere Einsicht in die komplizierte menschliche Eigenart und Bande über die Spitze treibt. So scheue ich keineswegs die gewagte Feststellung, dass sich hierin ein neuzeitliches Dichtergenie manifestiert."

Vladislav Otroschenkos Stellungsnahme hingegen ergibt sich als etwas abweichend: „Nur die einzige prosamäßige hiermit herausgegriffene Finalistenleistung wie „Längstsprung" von Olga Slavnikova mag ohne Weiteres als eigentliches Romanwerk bezeichnet werden, welches jedoch so glänzend aufgebaut ist, sodass man mit seiner Lektüre nie aufhören mag, weil seine Intention aufsteigend ausgerichtet ist und globale, bzw. nicht nur heimatliche, sondern auch weltweit relevante, Fragestellungen herausgreift. Im Mittelpunkt erhebt sich jedoch unsere neuzeitliche Wahrheitssuche, indem zuweilen selbst die Barmherzigkeit als fragwürdig erscheint."

3Sergej Pevnev als für Kulturvorhaben der GUS-Staaten zuständiger Leiter unseres südkoreanischen Förderpartners Samsung Electronics meint auch: „Unsere Partnerschaft mit dem Staatlichen Leo Tolstois Museumsgut zu Jasnaja Poljana und die damit zusammenhängende russlandweite Dichterförderung strebt auf die Aufrechterhaltung von aussichtsreichsten Leitbildern des russischen Kulturambiente zu, um dieselben vor dem wandelbaren neuzeitlichen Kulturhintergrund noch mehr an Wert gewinnen zu lassen. Und das macht uns unwahrscheinlich stolz, weil unsere o.a. Autorenförderung als bedeutendster Künstlerpreis russlandweit begehrt wird und von Jahr zu Jahr neue Anhänger gewinnt, was auch für die o.a. Finalabstimmung zutrifft."

• Unter Schirmherrschaft des Dichterpreises „Jasnaja Poljana" entstehen maßgebende neuzeitliche Gutachtererleistungen, die sich im Nachhinei noch als Lotsen bei Erkundung der gesamten neuzeitlichen heimatlichen wie auch weltweit übertragenen Lektürenvielfalt zu erkennen geben. Dabei kommt es unserer Jury auf die beiden gewichtigsten Dichterpreisnominationen wie „Bestes neuzeitliches Prosawerk Russlands" und „Beste fremdsprachige Prosadichtung" an, indem auf die noch weitere dritte Nomiierung fürs „Denkwürdige heimatliche dichtkünstlerisch geprägte Kulturfest" Bezug genommen wird.

• Bei unserer zweitwichtigsten Nominierung für beste fremdsprachige Prosaleistung kommt es auf die signifikantesten fremdsprachigen Vorbilder des XXI. Jh. und deren übersetzungsbezoge Übermittlung ins Russische an. Es sei betont, dass dabei jedoch keine vorausgreifende Finalistenabstimmung vorausgesetzt wird. Wird da von vorne herein die uneingeschränkte Gesamtübersicht als sog. „lange Liste" fremdsprachiger Autoren in Betracht gezogen, so treten da auch die zuverlässigsten Gutachterleistungen der hauptberuflichen Literaturkritiker, Übersetzer und Verleger in den Vordergrund. Diesjährig wird nun anhand der sog. „langen" fremdsprachigen Anwärterübersicht über insgesamt 35 Meisterwerke beraten. So kam es in den Vorjahren auf die siegreichen Spitzenleistungen von Ruth Ozeki und ihrem Roman „Geschichte für einen Augenblick" (2015), Orhan Pamuk und seinem Roman „Diese Fremdheit in mir" (2016), sowie Mario Vargas Llosa und seinem Roman „Ein diskreter Held" (2017) an.

• Bei der dritten, bzw. 2017 erst entstandenen, Abschlussnominierung fürs „Denkwürdige heimatliche dichtkünstlerisch geprägte Kulturfest" kommt es aufs bemerkenswerteste Kulturereignis des verstrichenen Zeitraums an, das vorm ausgeprägten dichtkünstlerischen Hintergrund gefeiert wurde, seien es Festspiel, Theaterinszenierung, Dokumentarliteratur oder Massenmedienmeldung. Dementsprechend ging also unsere erste Auszeichnung an Irina Rotscheva als Urheberin der Messe für junge Bücherfreunde aus unserer Heimatstadt namens „LiteraTula", die in der historischen Stadtburg als Tulaer Kremlfestung gefeiert und deren diesbezügliche Empfehlung von unserer vereinigten Leserschaft einstimmig getroffen worden war.

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Unser diesjähriger Prämienfonds 2018 beläuft sich auf 6,7 Mio. Rubel, wodurch sich unser Dichterpreis zur bedeutendsten Autorenförderung russlandweit erhebt. Allein schon der Sieger aus der o.a. Nominierung zum „Besten neuzeitlichen heimatlichen Prosawerk" kommt in den Besitz von 3 Mio. Rubel, wobei sich unsere kurz vor Schlussabstimmung stehenden o.a. Finalisten 1 Mio. untereinander geteilte Rubel ebenfalls aufs Konto schreiben dürfen.

In dem Zusammenhang sei angemerkt, dass im Jahr 2015 die beiden Romane wie „Laurus" von Eugen Vodolazkin und „Suleika öffnet die Augen" von Gusel Jachina auch aufs von Samsung Electronics, Tolstoy Digital, Sprachmittlerunternehmen ABBYY und Sprachforschungsstätte der Oberen russischen Wirtschaftsuniversität gesponserte Webportals livelib.ru übernommen wurden.

• Und abschließend sei noch angemerkt, dass unser sämtliches o.a. Gutachterverfahren am 24. Oktober 2018 im Bolschoi Theater in Moskau in aller Öffentlichkeit festlich gekrönt sein wird und unsere Juroren ihr allerletztes bei Ermittlung von vollkommenen Siegern in allen drei o.a. Dichterpreisnominierungen final getroffenes Urteil bekannt geben möchten.

Zum Dichterpreis „Jasnaja Poljana":

Der alljährliche Dichterpreis „Jasnaja Poljana" entstand 2003 auf Anregung des Staatlichen Tolstois Guts und unseres südkoreanischen Partners Samsung Electronics Ltd. Dadurch wird den herausragenden neuzeitlichen Dichterleistungen Gefüge geleistet, die im Sinne der russischen Klassik und Leo Tolstois Ansichten für humanistische und moralische Werte plädieren, sowie die neuzeitlichen Literaturvorbilder herausgreifen. Unsere vom bundesrussischen Staatschefkulturberater Vladimir Tolstoi angeleitete Jury wird mit renommierten heimischen Dichtern und Literaturkritikern besetzt, um in Anlehnung an die o.a. drei Nominierungen die ausgeprägten neuzeitlichen Dichterleistungen erkennbar zu machen. 2017, anlässlich seines 15. Bestehensjahrs wurde die Aufbaustruktur unseres Dichterpreises komplett umgestellt, indem zur Zeit insgesamt nur drei  o.a. Nominierungen zur Geltung kommen.

- Demzufolge gilt unsere Hauptnominierung dem besten neuzeitlichen heimatlichen Prosawerk. Dadurch werden herausragende gegenwartskünstlerische Prosaleistungen herausgegriffen, die für humanistische Vorbilder plädieren  und ausgerechnet zum heutigen Zeitpunkt festgesetzt werden müssen, solange sie tonangebende dichtkünstlerische Trends aufweisen. Dabei erheben sich die Preisträgernamen von Narine Abgarian und Vladimir Grigorenko, Gusel Jakhina und Eugen Vodolazkin, Alexej Ivanov und Zacharias Prilepin, Basil Golovanov, Michael Tarkovski und Roman Sentschin. Unser Dichterpreis ist die bedeutendste alljährliche Autorenförderung russlandweit.

- Durch unsere zweite dem „Besten fremdsprachigen Dichterwerk" geltende Dichterpreisnominierung werden bemerkenswerte fremdsprachige Prosawerke des XXI. Jh. und ihre russischsprachigen Übersetzungen an die Öffentlichkeit gebracht.

- Darüber hinaus wurde unser Dichterpreis um eine noch weitere, dritte, maßgebende Nominierung zum „Denkwürdigen Kulturereignis" verstärkt, durch die die bemerkenswerten, bzw. von unseren Preisjuroren und Literaturexperten anerkannten, angrenzenden Kulturleistungen wie Festspiele, Theateraufführungen, Presseberichte, Dokumentarwerke und Verfilmungen unter die Lupe genommen werden.

• Momentan erhebt sich unser hauseigener Dichterpreis „Jasnaja Poljana" als bedeutendste annuelle Dichterförderung Russlands.

Noch genauere Online-Informationen sind direkt auf der weiteren, eigentlichen, speziell hierzu angegebene Dichterpreis-Homepage>>> verfügbar

 
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