Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Tolstois Küken

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Seit September letzten Jahres schon hat unser museales Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana insgesamt sechs vollwertige Online-Übersichten zu den verschiedensten Vignetten des Tolstois Schaffens wie auch der altertümlichen und neuzeitlichen Geschichtsschreibung von Jasnaja Poljana erbracht. Allein Ihr Feedback, unsere werten Webseitenbesucher, gab uns klar zu verstehen, wie weitgehend Sie doch von unserem Dichterambiente ergriffen sind, bzw. wie viele Themen und Interessen es noch gibt, die wir für Sie zu decken hätten. Um nur eines davon zu benennen, wäre es die unwahrscheinliche Schicksalsfügung der Tolstois Nachkommen, deren Darstellung wir somit gern für Sie aufgreifen.

Unser angesehenes jedoch als recht umfassend ergebenes, den Tolstois Kindern geweihtes Online-Projekt haben wir bewusst zweiteilig erscheinen lassen. Ist zunächst seine erste Sequenz an die Öffentlichkeit gekommen, die ausgerechnet den ältesten Dichtersprossen gilt, so wird nun in unserer vorliegenden zweiten Folge über Tolstois Allerjüngste Bericht erstattet (nur in Russisch !).

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Leo Tolstoi und seine Frau Sophia (geb. Behrs) blickten auf ihr beeindruckendes 48 Jahre langes gemeinsames Eheleben zurück, indem sie 13 Kinder in die Welt gesetzt hatten. Demgemäß erwies sich ja der Altersunterschied zwischen den Ältesten und den Jüngsten als beträchtlich und betrug fast 20 Jahre, indem in so einem bemerkenswerten Zeitverlaufe die Lebensgrundsätze ihres Stammvaters auch eine bahnbrechende Wandlung erfuhren.

Zuallererst hatte er seine bewährten didaktischen Erziehungsmethoden in Frage gestellt. Selbst das drittälteste Dichterkind Elias Tolstoi gedachte an seine Familienerziehung erst so: "Ohne daraus ein Hehl zu machen, bzw. insofern er auch selbst noch in den Genuss einer bewährten Adelserziehung gekommen war, war unser Vater auch im Hinblick auf die Erziehung seiner eigenen Sprosse darauf bedacht, um uns seine eigenen wohlvertrauten Adelswerte weiter zu übermitteln. Dazu gehörten Erwerb von allen erdenklichsten Fremdsprachen, Aneignung vom guten Benehmen, wobei er doch strick darauf beharrte, um uns von schädlicher auswärtiger Beeinflussung so lange wie möglich verschont fernblieben zu lassen. Somit bestand sein gewichtigster didaktischer Grundsatz darin, um gegenwartspädagogische Gymnasialbildung lieber ganz fallen zu lassen, sondern lieber eine bevorzugte Betreuung durch Hauslehrer in Anspruch zu nehmen, von denen seine Kinder dann auf den erwünschten Bildungsstand hätten bestens vorbereitet werden müssen, um anschließend dann gut beschlagen in den Genuss eines fortgeschrittenen Uni-Studiums zu kommen."

Doch um seine jüngsten Erben wurde es hingegen ganz anders bestellt. Ihnen war Leo Tolstoi auf seine unumständlichste Art zugewandt. So legte er lieber gemeinsame ausgedehnte Wanderungen zurück, auf denen er sich mit ihnen gerne austauschte und ganz ungezwungen beibrachte, wie man sein Leben in die eigene Hand zu nehmen habe. Bewusst oder absichtlich wich er den bewährten Bildungsthemen ganz aus, denen hingegen seine Frau Sophia Tolstoi als selbstverständlich zugewandt war. So hob im Nachhinein die jüngste Dichtertochter und Vertraute Alexandra Tolstoi ebenfalls heraus: "Unsere Mutter war fest davon überzeugt, dass ihre Kinder erst einer geordneten Ausbildung hätten ausgesetzt werden müssen. Der Vater hingegen missachtete ihren Schulzwang, betonte jedoch den Stellenwert einer ungekünstelten Lebensweise, zu der aber dann jede Menge Alltagssorgen dazugehörten, die aus seiner Sicht den zuverlässigsten Erziehungsgrundsatz boten. Und insofern seinen jüngsten Kindern auch kein Wissenszwang aufgedrungen wurde, so wollte er sie dadurch noch besser motiviert sehen und sie sich ihren anstehenden jeweiligen Wissensbereich unverkrampft aneignen lassen, was sie, sprich aus freien Stücken, auch bestens zu leisten wussten."

Hatte sich Tolstois unkonventionelle Erziehungsmethode hinterher trotzdem als tragfähig beweisen, so hatte sie allerdings dies zur Folge, dass die jüngsten Tolstois Nachkommen ganz anders - im Unterschied zu den Ältesten - zur Reife gelangten. Gewinnen nun auch Sie einen Einblick in die Lebenswege von Andreas, Michael, Alexandra und dem kleinen Iwan, um dabei noch klarzustellen, inwiefern sie von den Leitbildern ihres Vaters getragen wurden. Entnehmen Sie unsere zweite dazugehörige Online-Übersicht dem nachstehenden Weblink, unter: http://youngerchildrenoftolstoy.tilda.ws (in Russisch !)

Unser bildhafter Hintergrund wird durch denkwürdige, bzw. sonst von Massenbesichtigung ausgeschlossene und internen Museumsmagazinen von Jasnaja Poljana entstammende Fotoaufnahmen der Tolstois Familienangehörigen.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen und entspannten Zeitvertreib !

 

 
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