Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Eichenpflanzung für Jasnaja Poljana

IMG_8182Am 09. November 2017 in Jasnaja Poljana wurden 105 junge Eichen nachgepflanzt. Die Aktion wurde von unserer Tolstois Museumsdirektorin Frau Ekaterina Tolstoi und dem Leiter des Tulaer Polizeiamtes Herrn Generalmajor Sergej Galkin angeregt. Die aktuelle Eichenanpflanzung im denkwürdigen Dichterwald zu Jasnaja Poljana fand anlässlich des 100. Bestehensjahres des sowjetischen Innenministeriums zum 10. November 2017 statt. Um Aktionsfotos zu sehen, klicken Sie hier>>>

Die ersten 65 Eichensetzlinge wurden in dem zur Rechten von der dichterischen Waldpromenadebank befindlichen, bzw. als „Rhombustannen" benannten, Tannenwaldabschnitt angebracht. Das sind junge Eichen, die von unserer hauseigenen Baumschule aus den der 300-jährigen, mittlerweile schon hinfälligen Eiche aus dem sog. „Tschepizh-Wald", entstammenden Eicheln gezüchtet wurden. Dabei wurden noch 40 weitere Eichen den von den Gutsbesuchern besonders begehrten, bzw. an der dichterischen Promenadebank vorbei führenden, Waldweg entlang untergebracht.

Und der o.a. als „Rhombustannen" benannter Waldabschnitt wurde bereits 1889 von der Dichterfrau Sophia Tolstoi angelegt. Dazu erstattet sie uns ihren aussagekräftigen Bericht wie folgt: „Im vergangenen Herbst war ich meiner intensiven Waldpflege zugewandt. An seinem ganz alten als „Tschepizh" benannten und seinem Dichterhaus gegenüberliegenden Eichenwald hatte noch zu seiner Zeit mein Mann auf einer Anhöhe die Tannen aus dem Grunde anzubringen versucht, insofern deren Waldboden sehr mager und unfruchtbar war. Jedoch erweis sich sein diesbezügliches Pflanzsergebnis als miserabel, da es bei der Anwurzelung der jungen Bäume nur am o.a. Eichenwaldrand geklappt hätte, ungeachtet intensiver Pflege und weiterer Nachpflanzungen, wobei sonst sämtliche Jungbäume hingingen und ausdorrten. So hat er doch letztendlich aufgegeben. Trotzdem lag mir mittlerweile schon sein o.a. Vorhaben ganz schön am Herzen, so wollte ich doch seinen Traum unbedingt in Erfüllung gehen lassen und packte das Vorhaben erneut und eifrig an. Dazu habe ich einen Forstmeister mit auswärtiger Berufserfahrung namens Kern bestellt. Aus den o.a. ungünstigen Gründen legte er es mir ausdrücklich nahe, die Tannen nur abwechselnd mit Eichen, sozusagen keilförmig oder „rhombusartig" zu pflanzen. Damals haben wir hier gemeinsam 6800 Tannen- und 5300 Eichensetzlinge angebracht." (Sophia Tolstoi. „Mein Leben")

Durch massive durch Borkenkäfer-Übergriffe verursachte Schäden blieben bis zum Jahre 2006 in den ursprünglichen „Rhombustannen" nur 76 Eichen erhalten. Ab 2013 setzte dann deren Erneuerung durch 85 in der Herbstzeit nachgepflanzte Eichensetzlinge ein, denen dann noch 2016 durch weitere 50 junge Bäume Folge geleistet wurde. So besteht heutzutage wieder die Hoffnung, dass dieser altertümliche Tolstois Waldabschnitt eines Tages im neuen Glanze erstrahlt.
 
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