Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Fremdsprachige Dichterpreisanwärter von Jasnaja Poljana 2017

Long-listAm 16. März 2017 in der Moskauer Dostoevski-Bibliothek wurde eine vollständige Übersicht der fremdsprachigen Dichterpreisanwärter von Jasnaja Poljana auf das Jahr 2017 angekündigt. Auf der sogenannten „langen Liste" erheben sich insgesamt 28 Belletristikwerke der aus Großbritannien, Israel, Indien, Italien, Slowenien, den USA, Schweden, Frankreich, Peru und Südafrika stammenden Autoren. Seit bereits nun drei Jahren werden durch unsere Jury die wichtigsten gegenwartskünstlerischen Trends und Vorlieben ermittelt, von denen sich die russische Leserschaft leiten lässt. Um einen Einblick ins o.a. Namensverzeichnis zu gewinnen, klicken Sie hier>>>

Die erweiterte Nominierung „Fremdsprachiges Dichterwerk" entstand im Jahre 2015, um den aussagekräftigsten Belletristikmustern des XXI. Jh. recht zu geben und deren russischsprachigen Übersetzer zu ehren. Ihren Beitrag zur Ermittlung der sog. „langen Liste" leisten anerkannte Literaturkritiker, Übersetzer und Verleger. Laut gültiger Vereinbarung darf dabei keine weitere, bzw. kürzere, Finalistenübersicht mehr entwickelt werden, wobei ausgerechnet auf die o.a. „lange Liste" bei der Ermittlung des besten fremdsprachigen Autors und dessen russischen Übersetzers zurückgegriffen wird. Der Siegername bei der Nominierung „Fremdsprachiges Dichterwerk" wird im Oktober 2017 bei einer versammelten Preisverleihungszeremonie angekündigt, welcher Anfang April 2017 noch durch eine Online-Abstimmung auf dem Webportal Livelib.ru vorgegriffen wird, um da auch eigene Buchkritiken unserer Leser gelten zu lassen.

An der o.a. Sitzung nahmen namhafte Dichterpreisjuroren wie Vladimir Tolstoi als Jury-Vorsitzender, sowie beliebte heimische Autoren wie Paul Bassinski, Alexej Varlamov und Vladislav Otroschenko, bzw. Natalia Maleva als PR-Direktor von Samsung Electronics für GUS-Staaten und Dichterpreisgutachter Alla Steinman, Anna Narinska, Natalia Kotschetova und Michael Wiesel. In ihren in der o.a. öffentlichen zur Dostoevski-Bibliothek statgefundenen Ansprachen hoben sie die Bedeutung der Nomination „Fremdsprachiges Dichterwerk" für heimische Autoren – vor einem weitgehenden gegenwartskünstlerischen Hintergrund hervor und betonten auch die Signifikanz der dazugehörigen Übersetzungsbeiträge.

TolstoyDer Dichterpreisvorsitzende Vladimir Tolstois als russischer Staatschefkulturberater bedankte sich ausdrücklich bei Samsung Electronics für dessen Engagement bei Sicherstellung seiner großzügigen Übersetzerbelohung: „Dadurch wird einer meisterhaften Übersetzungsleistung und deren bemerkenswerter heimischer Bildungsgrundlage Folge geleistet."

Natalia Maleva als PR-Direktor von Samsung Electronics für GUS-Staaten betonte ebenfalls: „Das Unternehmen Samsung Electronics legt ein etabliertes internationales Engagement an den Tag. So spricht uns auch Ihre gerade erst entstandene Nomination „Fremdsprachiges Dichterwerk" aus der Seele. Die Anforderungen Ihres Dichterpreises „Jasnaja Poljana" sind sehr flexibel, so darf man sich auch im neuen Jahr 2017 an Ihrer weiteren Nomination „Besonderes Kulturereignis" erfreuen."

Paul Bassinski als namhafter Dokumentarprosaautor und Kritiker hob dabei heraus: „Heutzutage fällt es recht schwer, einen sachkundigen Wegweiser im Hinblick auf gegenwartskünstlerische Belletristiktrends zu entwickeln. Auf unserer sog. „langen Liste" stehen im Zeitraum 2010 – 2016 entstandene Werke. Der o.a. Übersicht bediene ich mich persönlich, um mich in der heutigen Büchervielfalt zurechtzufinden."

Alexej Varlamov als sich auf das XX. Jh. spezialisierender Prosadichter und Literaturwissenschaftler meint auch: „Die Dichtkunst ist grenzüberschreitend. So heben sich auf unserer eben angekündigten Dichterpreisanwärter-Liste die Namen aus der ganzen Welt heraus. Und für diesen klaren Einblick in internationale Dichtkunst bedanken wir uns ausdrücklich bei Samsung Electronics"

Als erste fremdsprachige Sieger unseres Dichterpreises wurden Ruth Ozeki für Ihren Roman „Geschichte für einen Augenblick" (2015) und ihre russischsprachige Übersetzerin Ekaterina Ilijina, bzw. Orhan Pamuk für seinen Roman „Diese Fremdheit in mir" (2016) und seine russische Übersetzerin Appolinaria Avrutina gekürt.

Unsere Preisgeldförderung wird aus zwei Quellen zusammengetragen, wobei ein fremdsprachiger Autor mit 1,2 Mio. Rubel belohnt wird, und sein russischsprachiger Übersetzer in Besitz von 0,5 Mio. Rubel kommt. Im denkwürdigen Bestehensjahr unseres Dichterpreises 2017 haben wir die beiden o.a. Geldbeiträge um 0,2 Mio. Rubel für den fremdsprachigen Prosadichter, bzw. um 0,3 Mio. Rubel für seinen Übersetzer, erhöht.

Unser Dichterpreis:

Der alljährliche Dichterpreis „Jasnaja Poljana" wurde 2003 vom Staatlichen Tolstois Gut und seinem südkoreanischen Partner Samsung Electronics gestiftet. Damit werden moderne Dichterwerke prämiert, die im Sinne der russischen Klassik und Leo Tolstoi-Ansichten für humanistische und moralische Werte stehen, sowie die Literaturvorbilder aus dem 20. Jahrhundert ins Leben rufen. Unsere vom bundesrussischen Staatschefkulturberater Vladimir Tolstoi angeleitete Jury wird mit renommierten heimischen Dichtern und Literaturkritikern besetzt. Dabei erheben sich beliebte Preisträgernamen von Narine Abgarian und Vladimir Grigorenko, Gusel Jakhina und Eugen Vodolazkin, Alexej Ivanov und Zacharias Prilepin, Basil Golovanov, Michael Tarkovski und Roman Sentschin. Unser Dichterpreis ist eine bedeutendste alljährliche Autorenförderung russlandweit.

Unsere Hauptnominierung heißt „Russische Gegenwartsprosa". Sie ist auf Ermittlung herausragender zeitgenössischer Prosawerke abgesehen, die menschenliebende Vorbilder aufgreifen und ausgerechnet zum gegenwärtigen Zeitpunkt bekannt gegeben werden müssen, solange sie unzweideutig aktuelle dichtkünstlerische Trends zum Ausdruck bringen. Unsere zweite „Fremdsprachiges Dichterwerk" benannte Nominierung bleibt auf dieses Jahr 2017 unverändert. Dabei werden bemerkenswerte fremdsprachige Belletristikwerke des XXI. Jh. und ihre russischsprachigen Übersetzungen gekürt. In seinem 15. Bestehensjahr wurde unser Dichterpreis durch eine neue, völlig bahnbrechende Nominierung namens „Besonderes Kulturereignis" erweitert, durch die auf bemerkenswerte, bzw. von den Preisjuroren und Experten begutachtete, kulturbezogene Begebenheiten wie Festspiele, Theateraufführungen, Presseberichte, Dokumentarwerke und Verfilmungen Bezug genommen wird.

Unsere Jury:

• Leo Anninski als Kritiker, Prosadichter, Publizist und Literaturforscher
• Paul Bassinski als Literaturforscher und -kritiker
• Alexej Varlamov als Prosadichter und Forscher der russischen Dichtkunst des XX. Jh.
• Dr. Phil. Eugen Vodolazkin als Prosadichter und einstiger Dichterpreisträger
• Valentin Kurbatov als Prosadichter, Publizist und Literaturkritiker
• Vladislav Otroschenko als Prosadichter, Essayist und einstiger Dichterpreisträger
• Vladimir Tolstoi als Jury-Vorsitzender und russischer Staatschefkulturbrater

Genauere Informationen sind der hauseigenen Homepage (in Russisch) des Dichterpreises zu entnehmen.

Südkoreanisches Unternehmen Samsung Electronics wirkt nun seit mehr als 25 Jahren in den sozialen und Kulturbranchen Russlands. Samsung Electronics ist der sicherste und bewährteste Mäzen des Bolschoi-Theaters in Moskau (seit 1991), der Eremitage (seit 1997) und der Schlossparkanlage Peterhof in St.-Petersburg (seit 2013). Darüber hinaus tritt Samsung Electronics seit 15 Jahren als Urheber des alljährlichen Dichterpreises „Jasnaja Poljana" auf.

Staatliches Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana ist eine einzigartige konservierte, bzw. naturverbundene Tolstoi-Gedenkstätte, die im Jahre 1921 als Museum eingeweiht wurde. Ist hier Leo Tolstoi (1828 – 1910) zur Welt gekommen, so ruht er nun ebenda im Schatten der hundertjährigen Bäume am Rande der Schlucht im Alten Wald. Heutzutage ist Jasnaja Poljana eine renommierte Dichterstätte, die von Jahr zu Jahr immer mehr Anhänger für sich gewinnt. Das ist nicht nur eine bedeutende Museumsstätte, sondern auch eine bemerkenswerte internationale Kultureinrichtung.
 
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