Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Государственный мемориальный и природный заповедник «Музей-усадьба Л.Н. Толстого «Ясная Поляна»
Vitold K. Bialinizki-Birula gilt als verdienter weißrussischer und russischer Volksmaler und aktives Mitglied der sowjetischen Kunstakademie, dessen Werke in der Tretiakov-Galerie zu Moskau, im Russischen Museum zu St.-Petersburg, im Weißrussischen Kunstmuseum zu Minsk, sowie im städtischen Kunstmuseum zur Volgastadt Samara bewahrt werden.

Er stammte aus einer Landbesitzerfamilie (geb. 1872) aus dem Gebiet Mogilev in Weißrussland und studierte Malerei in der Muraschko-Schule zu Kiev, sowie an der Moskauer Fachschule für Malerei, Plastik und Baukunst bei Illarion Prianischnikov, Sergius Korovin und Basil Polenov. Er gilt als Mitglied der Wanderausstellergruppe, des Verbandes russischer Maler, sowie als Teilnehmer der Arkhip Kuindzhi-Künstlergesellschaft. Im Jahr 1922 trat er dem russischen Künstlerverband bei und übersiedelte nach Moskau, wo er bis zu seinem Ableben im Jahr 1957 verweilte.

Sein Debüt zelebrierte er im Jahr 1892, als er sich durch sein Landschaftsbild „Umgebung von Piatigorsk" hervortat, das direkt von Paul Tretiakov als berühmtem Galeriebesitzer erworben wurde, was dem jungen Künstler das Große Los bedeutete. Berühmt sind seine weiteren Werke: „Die ersten Frühlingstage" (1908) und „Stille Stunde" (1909). Aus demselben Zeitalter stammt sein bedeutendstes Bild „Frühling" (1912), zu dem Elias Repin wie folgt stand: „Beim Anblick Ihres Werkes lasse ich meine Seele baumeln, wobei ich Ihre Wahrhaftigkeit, Natürlichkeit und Freiheit genieße."

Kennzeichnend für Vitold Bialinizkis Kunstwerk ist seine Zuwendung zur erhabenen Landschaftsmalereitradition, bzw. die Pflege deren Naturvergeistigungstendenz. So hebt sich dabei seine berühmte Bilderreihe als „Museumslandschaften" hervor, bzw. die Abbildungen aus den Gedenkstätten berühmter russischen Künstler, seien es Jasnaja Poljana von Leo Tolstoi (1928), Peter Tschaikovkis Gut in Klein (1942), Leininberge (1924 und 1945), Alexander Puschkins Gut Mikhailovskoje (1936 – 1937) und Josephs Stalin Geburtsdorf Gori (1946 – 1947).

Somit lässt sich seine Zuwendung zu den Landschaftsbildern von Jasnaja Poljana ebenfalls gut begründen. Im Jahr 1928 wurde der 100. Tolstoi-Jahrestag in hohem Ausmaß bundesrussisch zelebriert, wobei mehrere Kulturprojekte ins Leben gerufen wurden, seien es die Erstveröffentlichung sämtlicher Tolstoi-Werke und Einweihung des Kuzminski-Nebengebäude als permanenten Tolstoi-Landgutsausstellungsraums, bzw. Literaturmuseums. Damit zusammenhängend besteht eine folgende Memoire des ehemaligen Tolstoi-Schülers A. V. Eliseev: „Das war eine fabelhafte Zeit, weil das ganze Jasnaja Poljana damals Tolstoi lebte. Wir standen im regen Briefwechsel mit unseren Gästen und übten fürs große Konzert (...) Im Sommer 1928 traf man oft bei der Gutseinfahrt und auf der Wiese hinter der Tolstoi-Schule auf einen älteren Mann mit einem Spitzbart, der einen hellen Leinwandanzug anhatte, eine große Staffelei in der Hand hielt und sich nach einer verborgenen Stelle umsah, wo er nach der Natur malen konnte. Sein scharfer Blick guckte hinter den grauen Augenbrauen hervor, um dann sofort auf die Leinwand zu sinken, wo er seine bunten Pinselstriche flink auftrug. So gern der Mann unbemerkt bleiben wollte, wurde er sofort in seinem Versteck von unseren Dorfjungs entdeckt, die ihn dann aus der Entfernung beobachteten."

Ein Fachmann hätte dann sofort den prominenten Landschaftsmaler Vitold K. Bialinizki-Birula erkannt. Kurz darauf wurden seine ausdrucksvollen Bilder im neu gestifteten Literaturmuseum auf dem Tolstoi-Gut untergebracht. Somit bilden die o. a. bemerkenswerten Ausstellungsgegenstände die Grundlage für unsere offene Ausstellungssammlung zum Kuzminski-Nebengebäude. Seitdem sind da auch die zehn herrlichen Landschaftsbilder von Vitold K. Bialinizki-Birula zu genießen.

Vitold K. Bialinizki-Birula
Feldwege. Ausblick vom Baburin-Berg zum Tolstoi-Gut in Jasnaja Poljana
1928, Jasnaja Poljana
Furnierholz, Ölfarben. 45,0х57,5

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