Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Государственный мемориальный и природный заповедник «Музей-усадьба Л.Н. Толстого «Ясная Поляна»
Ein wesentlicher Beitrag zu unserer offenen Sammlung wurde durch die Bilderreihe von Evgenij I. Kumanjkov geleistet, der ein berühmter Theater- und Filmmaler und seit 1945 bis zu seinem Tod (2012) im Bildkünstlerverband der Sowjetunion tätig war. Seit dem Jahr 1981 wurde er mit dem Ehrentitel „Russischer Nationalkünstler" begnadet. In den 1970er Jahren war er Chefmaler des Sekundären Dramatheaters zu Moskau. Seine Werke werden in der Tretjakow-Galerie in Moskau, im Russischen Museum, sowie im Puschkin-Literaturinstitut in St.-Petersburg, im Museum für Moskauer Geschichte, sowie im Bachruschin-Theatermuseum und in der Puschkin-Galerie in Moskau bewahrt.

In den Jahren 1961 – 1962 war Evgenij Kumanjkov als Chef-Dekorastionsmaler bei der Sergej Bondartschuk-Verfilmung von „Krieg und Frieden" tätig. Seine Inspiration schöpfte er dabei in Jasnaja Poljana, das er während der Drehvorbereitung öfters besuchte und dessen geistige Atmosphäre für ihn mit der von Bolkonskis, Rostovs und Besuchovs im Tolstoi-Roman identisch war.
Das Ergebnis war sein Triumph bei der entsprechenden Prüfungskommission am Kultusministerium. Sein Werk war als explizit erfolgreich anerkannt. Aber zwei Monate später, knapp vor dem Beginn der Dreharbeiten, hat der Künstler aus kreativen Gründen seinen Filmjob abgesagt.

Sein Werk blieb unvollendet und kam auch an der Leinwand nicht zum Tragen. Doch von einem Leistungsdruck endlich befreit, pflegte der Künstler, den Zeitgeist von „Krieg und Frieden" weiter zu suchen und arbeitete nun in Privat. Und so wurde der umständliche Job zu einem Lebenswerk. Es gibt Skizzen, deren Zeitspanne zwischen 1970er und 2000er Jahren liegt. Vom Künstler hat unser Museum 153 Fertigbilder erworben. 72 davon wurden eigenhändig vom Künstler selbst datiert. 47 davon werden auf die Jahre 1961-66; 25 auf die Jahre 1975-2006 datiert. Die Bilder haben unterschiedliche Maße. Das Attraktivste an der Sammlung ist ihre Vollständigkeit und Abgeschlossenheit. Die Künstlersuche lässt sich dabei explizit verfolgen. Auf die Filmkunst als Ausgangspunkt weisen eindeutig die Detaillierung der dargestellten Raumeinrichtung, die Grund- und Nahansichten, sowie der geordnete, kinematographische Bildaufbau.
Das Rostov-Haus
Skizze zur Sergej Bondartschuk-Verfilmung von „Krieg und Frieden". 1961

Graupapier, Pappe, Mischverfahren. 53,7х93,8; 80,6х101,8
Erworben im Jahr 2008 in Moskau, direkt beim Künstler
ГР-2046
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