Staatliches Leo Tolstois Gut zu Jasnaja Poljana
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Государственный мемориальный и природный заповедник «Музей-усадьба Л.Н. Толстого «Ясная Поляна»
Die Themen wie Friedensstiftung und Aggressionsbewältigung lagen Tolstoi sein ganzes Leben lang am Herzen. Kommen dieselben in seinen wichtigsten Dichterwerken, bzw. in seinem Romanepos „Krieg und Frieden", den signifikanten „Sevastopoler Geschichten", sowie in den „Kriegsgeschichten" zu Wort, liegen sie dabei auch als eigenständige Antikriegspublizistik vor, die in den 1880er bis 1900er Jahren entstand. Das war ausgerechnet der Zeitpunkt, an dem die Anzahl von weltweiten Kriegshandlungen rapide zunahm. In seinem Gespräch mit dem französischen Journalisten Georges Henry Bourdon vom März 1904 bekundete Tolstoi seinen kategorischen Imperativ, wobei „ein Friedensbedürfnis weniger unter einem erschütterndem Kriegsschock, sondern als bewusste geistige Anregung entstehen soll." (Литературное наследство. Т. 75: «Толстой и зарубежный мир», кн. 2 .- М., 1965 - С. 49)
Leo Tolstoi
Ein Kriegsprotest oder Einige Anwerkungen vor dem Hintergrund Alexander Erschows Kriegsmemoiren: „Sevastopoler Reminiszenzen" / Mit einem Vorwort von A. und V. Tschertkovs Familienverlag - Christchurch, Hants, England : A. Tchertkoff. Ausgabe von „Freiwort", 1902. - 20, [4] Seiten; 17,0 х 11,5. Im Besitzerumband
Papier, Leder, Druck, Prägung

КП-1644/17

Ausgerechnet auf die Januarszeit 1889 ist eine Autorenbitte des gewissen Herrn Alexander Erschov an Tolstoi zurückzuführen, der den Klassiker um ein Vorwort zur zweiten Auflage seines eigenen Memoirenwerkes: „Sevastopoler Reminiszenzen eines Artillerieoffiziers" bat. Wie einst Leo Tolstoi tat sich auch der Artilleriefähnrich Alexander Erschov (1834-1907) durch seine Mitwirkung bei der Schlacht um Sevastopol im russischen Krimkrieg (1853 – 1856) hervor. Als ein mit zwei Heldenmutsorden ausgezeichneter Kriegsheld ging er 1858 in den Ruhestand, ließ sich in St.-Petersburg nieder und bestritt seinen Lebensunterhalt mit Schriftstellerei und Privatunterricht.

Auf seine o.a. Vorwortbitte wurde Tolstoi aufmerksam und hätte ihr sofort Folge geleistet, was jedoch nicht verwirklicht wurde. Das nachstehende Buchstück mit der dazugehörigen o.a. Erschovs Veröffentlichung wird dabei trotzdem angegeben, selbst wenn das gewünschte Tolstoische Vorwort ja nicht mit dabei ist. Allerdings ist dasselbe als unsere nächste Angabe der vorliegenden Rubrik zu entnehmen. Im o.a. Buchstück kommt das signifikante Tolstoische Vorwort allein aus dem Grund nicht zum Ausdruck, weil der Klassiker mit dessen Erstfassung unzufrieden wurde, sadass die o.a. Erschovs Erstauflage ganz ohne Vorwort im Jahr 1891 erschien.

Zum ersten Mal kommt der signifikante Tolstoische Aufsatz erst im Jahr 1902 in Großbritannien, bzw. unter dem gleichen Titel, in die Öffentlichkeit und ist der hauseigenen Verlagsleistung des Dichtervertrauten Vladimir Tschertkov zu verdanken
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